News Marine Litter

15.08.2022

Die Kunststoffindustrie in Europa strebt seit einigen Jahren mit zahlreichen Programmen danach. Mit der „Sonderbetrachtung Pelletverluste“, die nun als Ergänzung der Modelle „Vom Land ins Meer“ und „Kunststoffe in der Umwelt“ zur Verfügung steht, liegt jetzt erstmals für Deutschland eine umfängliche Untersuchung zu den Verlusten von Pellets entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor. Pelletverluste können bei der Erzeugung, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen sowie beim Transport entstehen. Die von Conversio im Auftrag der BKV erstellte Sonderbetrachtung gibt auch darüber Auskunft, wie viele Pellets über die jeweiligen potenziellen Eintragsquellen dieser Stufen der Wertschöpfungskette in die terrestrische oder auch in die aquatische Umwelt eingetragen werden.

15.08.2022

Obwohl die Arktis nur sehr gering besiedelt ist, finden sich laut einer internationalen Übersichtstudie des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) dort ähnlich viele Kunststoffabfälle wie in anderen Regionen der Welt. Die Studie ist im Fachmagazin „Nature Reviews and Environment Research“ erschienen. Die Forschungsergebnisse zeigen laut Bericht, dass Kunststoffabfälle zum Beispiel über Flüsse, die Luft und Schiffe ins Meer und in die Arktis eingetragen werden. Vor allem die Schifffahrt stellt eine wichtige Eintragsquelle dar. Das Wasser der Arktis, der Meeresboden, Strände, Flüsse sowie Eis und Schnee sind laut der Untersuchung durch Mikroplastik zunehmend belastet.

15.08.2022

Birken könnten laut einer interdisziplinären Pilotstudie unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) dazu beitragen, mit Mikroplastik belastete Böden zu sanieren. Das Forschungsteam berichtet in der Zeitschrift „Science of The Total Environment“, dass die Bäume während ihrer Wachstumsphase Mikroplastik aus dem Wasser in ihrer Umgebung filtern und in ihren Wurzeln speichern können.

15.08.2022

Wissenschaftler der University of Michigan (USA) haben auf der Grundlage von Daten eines NASA-Satellitensystems eine neue Methode entwickelt, um die globale Verteilung von Mikroplastik in den Weltmeeren vom Weltraum aus zu erfassen. Aus den Satelliten-Daten eines erdnahen NASA-Systems berechneten sie die Konzentration und Bewegungen von Kunststoffpartikeln im Meer. Die Studie gibt laut dem Forschungsteam auch Aufschluss über Einträge von Mikroplastik aus Flüssen sowie Hinweise darauf, dass sich die Konzentration von Mikroplastik an der Wasseroberfläche mit den Jahreszeiten verändert.

15.08.2022

Dr. Jörg Lefèvre ist bei der Deutschen Bundestiftung Umwelt (DBU) mit Umwelt- und gesundheitsfreundliche Verfahren und Produkte befasst, arbeitet in der Regierungskommission der niedersächsischen Landesregierung mit und ist in Vorständen und Beiräten diverser Organisationen vertreten. In diesen verschiedenen Funktionen beschäftigt er sich auch mit der Problematik der Mikroplastik-Emissionen und deren Vermeidung etwa bei der Entwicklung und Gestaltung von Autoreifen oder Textilien. Auch mit dem Thema Datenerfassung über Satellitentechnik hat er sich in diesem Zusammenhang befasst. Vor diesem Hintergrund bitten wir ihn um eine Einschätzung des in diesem Newsletter vorgestellten Verfahrens der University of Michigan, mit dem aus Satelliten-Daten Bewegungen und Konzentrationen von Kunststoffpartikeln im Meer berechnet werden sollen.

15.08.2022

Der „Runde Tisch Meeresmüll“ (RTM) geht auf eine Initiative des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2016 zurück. Er wurde ins Leben gerufen, um nationale Maßnahmen gegen Meeresmüll zu entwickeln, zu koordinieren und ihre Umsetzung zu unterstützen. Die Arbeitsgruppe zu Mikroplastik des RTM fordert in einem aktuellen Themenpapier eine schnelle Reduktion des Eintrags von Mikroplastik in Nord- und Ostsee und zeigt 28 Maßnahmen auf, wie weniger Mikroplastik ins Meer gelangen kann.

15.08.2022

Die BASF Venture Capital GmbH (BVC), die Corporate-Venture-Gesellschaft der BASF-Gruppe, hat ein strategisches Investment zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen in das US-amerikanische Unternehmen Oceanworks bekannt gegeben. Oceanworks bietet über seine Plattform neben PCR-Rezyklaten auch solche aus marinen Abfällen an, deren Herkunft durch digitale Lösungen bis zu ihrem Ursprung rückverfolgbar sein sollen.

15.08.2022

Was unternehmen Firmen, die Kunststoffverpackungen in den Umlauf bringen? Sind Recycling und Kreislaufführung die Lösung? Und wie holt man Kunststoffabfälle aus den Meeren? Diese und andere Fragen diskutierten die Teilnehmenden des Talks online auf der Plattform „Ihre Chemie“ mit Expertinnen und Experten aus dem Konsumgüterhandel, dem Umweltschutz und eines Technologie-Start-Ups.

15.08.2022

Ein lernfähiges Robotersystem, das von Wissenschaftlern der Technischen Universität München gemeinsam mit acht europäischen Partner-Instituten im Rahmen des „SeaClear-Projekts“ entwickelt wird, soll in Zukunft Kunststoffabfälle auf dem Meeresboden selbständig aufspüren, kartieren und einsammeln können. Der erste Test eines Prototyps im Mittelmeer vor Dubrovnik sei erfolgreich verlaufen, sagt das Forscherteam.

07.03.2022

Die Quantifizierung von Pelletverlusten in Deutschland war aufgrund einer lückenhaften Datenlage bislang schwierig. Pelletverluste können bei der Erzeugung, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen sowie beim Transport entstehen. Andererseits werden sie bereits bei den Unternehmen durch Reinigungssysteme und -maßnahmen aufgefangen und entsorgt. Im Auftrag der BKV werden derzeit Pelletverluste unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse vertieft betrachtet und in Kürze als „Sonderbetrachtung Pelletverluste“ veröffentlicht.