VCI: Produktion, Umsatz & Preise auch im 3. Quartal rückläufig
Die Chemie- und Pharmaindustrie in Deutschland steht laut aktuellem Quartalsbericht des VCI weiterhin unter Druck.
Wie aus dem Quartalsbericht des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) hervorgeht, blieben die Kapazitäten im dritten Quartal des Jahres unterhalb der Rentabilitätsschwelle. Gerade im Exportgeschäft zeigt sich demnach deutliche Schwäche und keine kurzfristige Besserung. VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup beschrieb die Situation bei der Vorstellung des Berichts als kritisch. Trotz politischer Maßnahmen sei eine Trendwende nicht erkennbar. Ein grundlegender Befreiungsschlag sei notwendig, ansonsten drohe der Industrie ein weiterer Rückgang am Standort Deutschland.
Der negative Trend hat sich laut den Zahlen des VCI auch im dritten Quartal 2025 fortgesetzt: Der Umsatz der Branche ging gegenüber dem Vorquartal um 1,5 Prozent zurück. Er lag den Angaben zufolge bei 52,1 Milliarden Euro und damit 2,3 Prozent niedriger als 12 Monate zuvor. Rückläufig sind auch die Erzeugerpreise. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Preise für Chemikalien und Pharmazeutika um 0,6 Prozent. Die Unternehmen haben zudem die Produktion weiter reduziert: Im dritten Quartal 2025 ging sie gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent zurück, im Jahresvergleich lag sie 1,5 Prozent niedriger. Die Chemiebranche nutzte damit nur noch 70 Prozent ihrer Kapazitäten.
Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der VCI bestenfalls eine Stagnation der Produktion von Chemie und Pharma, wobei die Pharmaindustrie den Rückgang in der Chemie teilweise kompensieren werde. Laut der aktuellen Prognose für das Jahr 2025 wird die Produktion in der Chemiebranche voraussichtlich um 2 Prozent und der Gesamtumsatz der Branche um etwa 1 Prozent auf rund 221 Milliarden Euro zurückgehen.
Weitere Informationen: Der aktuelle Quartalsbericht des VCI kann auf der Webseite des Verbands abgerufen werden.
Quellen:
- Pressemitteilung VCI (11.11.2025)
- Foto: © VCI