TecPart-Jahrestagung „Trends der Kunststoffverarbeitung“
Bei der TecPart-Jahrestagung, die am 9. und 10. September 2026 in Erfurt stattfindet, steht die Wettbewerbsfähigkeit der Branche im Fokus.
Unter dem Motto „Richtung geben, Zukunft gestalten“ werden laut Mitteilung des TecPart Verband Technische Kunststoffe e.V. rund 150 Entscheiderinnen und Entscheider aus Kunststoffverarbeitung, Kunststoffrecycling und zentralen Kundenbranchen konkrete Lösungsansätze für eine wettbewerbsfähige Produktion in Deutschland diskutieren. Die Themen reichen den Angaben zufolge von der Regulatorik und Kreislaufwirtschaft über Risikominimierung, wirtschaftliche und digitale Prävention bis zu Potenzialen der Ablaufoptimierung in Verwaltung und Produktion. Die Branche sieht sich weiterhin mit einer schwachen Konjunktur, hohen Standortkosten, geopolitischen Unsicherheiten, zusätzlichen regulatorischen Anforderungen und einem wachsenden Transformationsdruck konfrontiert. Michael Weigelt, Geschäftsführer des TecPart, erklärt: „Die wirtschaftliche Lage bleibt herausfordernd, aber sie ist kein Grund für Stillstand. Kunststoffverarbeiter und Kunststoffrecycler können weiter Potenziale heben – in Materialkreisläufen, Risikomanagement, Digitalisierung und Produktion. Damit daraus Investitionen und Wertschöpfung entstehen, braucht der Mittelstand verlässliche Standortbedingungen. Diesen Bogen schlagen wir in Erfurt: praxisnah und industriepolitisch relevant“.
Die TecPart-Jahrestagung 2026 bietet mit Techniksessions und einem Auditoriumstag ein erweitertes Programm und eine neue Vortragsstruktur. Gestartet wird die Tagung am 9. September 2026 mit parallelen Techniksessions für die relevanten Verarbeitergruppen der „Spritzgießer“, „Thermoformer“, „Compoundierer und Recycler“. Die Techniksessions sollen praxisnahe Einblicke in neue Entwicklungen, Materialfragen, Anwendungen und Prozesslösungen der jeweiligen Verarbeitungsverfahren geben. Der regulatorische, konjunkturelle und politische Ausblick bleibt laut Weigelt erhalten und ist für den gemeinsamen Auditoriumstag mit branchenübergreifenden Themen am 10.09.2026 vorgesehen. Zum Auftakt stellt Prof. Dr. Florian Puch von der Technischen Universität Ilmenau Innovationen in der Kunststofftechnik vor. Carina Barbara Antonin von Hirschmann Automotive spricht über die Herausforderungen, die sich aus der Altautoverordnung (ELVR) für Automotive-Zulieferer bei der Realisierung geschlossener Materialkreisläufe ergeben. Darauf folgen Vorträge von Dominik Bredel von PwC zur operativen Resilienz zwischen Regulierung, KI und Bedrohungen sowie vom Sanierungsspezialisten und Banker Holger Perrey zum Thema, wie Unternehmen in unsicheren Zeiten frühzeitig gegensteuern können und auf welche Zahlen es ankommt. Am Nachmittag rücken digitale Produktion und Effizienz in den Fokus – mit Beiträgen von Dr. Stephan Dörfler, Auguris GmbH, und Dr. Axel Tome, Concept AG. Zum industriepolitischen Abschluss betrachtet Prof. Dr. Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter des ifo Instituts Dresden, die wirtschaftliche Entwicklung und die Chancen des erforderlichen Strukturwandels in Deutschland. Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John setzt den politischen Abschlussimpuls für die Podiumsdiskussion mit Diskutanten aus Politik, Wissenschaft und Industrie zum Thema: „Die Nutzung der richtigen Stellschrauben für einen erfolgreichen Strukturwandel und eine wettbewerbsstarke Kunststoffverarbeitung in Deutschland“.
Weitere Information: Programmflyer und Anmeldung
Quellen:
- Pressemitteilung TecPart (30.7.2026)
- Foto: © TecPart