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PET-Flaschen: Rezyklatanteil übertrifft EU-Vorgabe deutlich

Drei zerdrückte Plastikflaschen mit blauen Verschlüssen vor orangefarbenem Hintergrund

Der durchschnittliche Anteil an rPET hat laut einer aktuellen Studie der GVM in Deutschland einen Höchststand von 58 Prozent erreicht.
 
Die deutsche Getränkebranche übertrifft damit laut Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) im Auftrag des Forum PET die gesetzliche EU-Mindestvorgabe, die aktuell bei 25 Prozent liegt, um mehr als das Doppelte. Das teilt die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen mit. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2023 stieg der durchschnittliche Anteil an rPET in Flaschen und Preforms mit einem Plus von 7,1 Prozentpunkten laut Studie noch einmal deutlich. Parallel zum gestiegenen Rezyklatanteil ist der Materialeinsatz den Angaben zufolge weiter gesunken: Im Vergleich zu 2017 wurde im Jahr 2025 rund 25 Prozent weniger PET zu Flaschen verarbeitet. Als Gründe dafür nennt die IK Optimierungsmaßnahmen wie zum Beispiel kürzere Gewinde und verringerte Wandstärken, die Rohstoffe einsparen. PET-Flaschen werden laut IK seit 2013 bei gleichbleibender Stabilität und Qualität immer leichter, was sich positiv auf die CO2-Emissionen in Produktion und Transport auswirke. Der gestiegene Rezyklatanteil ist laut IK im Pfandsystem und in der inländischen industriellen Infrastruktur begründet und wird laut Studie zudem getrieben von Rezyklateinsatzzusagen großer Abfüller und durch die seit 2025 geltende Mindestvorgabe von 25 Prozent für PET-Einweggetränkeflaschen. Das Pfandsystem schaffe die Grundlage für die getrennte Sammlung von PET-Flaschen durch Verbraucherinnen und Verbraucher. Über die Pfandsysteme (Einweg und Mehrweg) wurden laut Studie im Jahr 2025 insgesamt 96,4 Prozent der bepfandeten PET Getränkeflaschen erfasst.
 
Dr. Isabell Schmidt, Geschäftsführerin Kreislaufwirtschaft der IK, betont: „Die Ergebnisse der GVM-Studie zeigen auch: Wirksame Umweltpolitik braucht eine starke industrielle Basis im Land. Kreislaufwirtschaft entsteht nicht allein durch gesetzliche Vorgaben.“
 
Quellen:

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