Maschinenbauer erwarten Aufschwung in 2027
Der VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen prognostiziert für 2026 stabile Umsätze, gefolgt von leichtem Wachstum ab 2027.
Auf seiner Jahrestagung vom 10. bis 11. Juni 2026 unter dem Motto „Wir sind Kunststoff – Enabler für die Zukunft“ betonte der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen, die Branche könne trotz aktuell schwieriger Rahmenbedingungen durch globale Präsenz, Partnerschaften und technologische Stärke ihre Zukunftsrolle sichern. Der Start in das Jahr 2026 sei zwar noch holprig verlaufen, heißt es in einer Mitteilung des Fachverbands. So sei der Auftragseingang preisbereinigt im ersten Quartal um fünf Prozent zurückgegangen, der Umsatz um drei Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf rechne man jedoch mit einer Stabilisierung mit Impulsen insbesondere aus Asien und Amerika, auch für 2027. Es gebe trotz aller Widrigkeiten wie zum Beispiel beim Thema Zölle aus den USA eine robuste Nachfrage aus den Bereichen Verpackung und Medizintechnik. Und China bleibe eines der Zentren des globalen Kunststoffverbrauchs mit positiven Auswirkungen auf die Maschinennachfrage. Um sich im umkämpften Markt zu behaupten, seien Hochtechnologie und Qualitätsführerschaft weiterhin essenziell. Als technologische Treiber gelten Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Automatisierung. Auch müssten sich die deutschen und europäischen Technologieanbieter noch intensiver auf die Mentalitäten und Marktbedürfnisse der jeweiligen Absatzregion einstellen, um das, was ihre Kunden dort brauchen, zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können.
Europa und China sieht der Verband als Treiber der Transformation hin zu nachhaltigeren Produktions- und Materialkreisläufen. Kunststoffrecycling entwickele sich zu einem zentralen Hebel für mehr Resilienz, da es die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen reduziere und langfristig Versorgungssicherheit schaffe. Steigende regulatorische Anforderungen in beiden Regionen dürften nach Ansicht des Verbands die notwendigen Impulse in die noch schwächelnde Konjunktur beim Kunststoffrecycling geben.
Als entscheidenden Wettbewerbsvorteil sieht der VDMA die internationale Aufstellung der Branche. Verena Thies, Vizepräsidentin des VDMA, unterstrich die Bedeutung dieser globalen Präsenz: „Die Branche bewegt sich in einem herausfordernden Umfeld, zeigt aber gleichzeitig ihre hohe Anpassungsfähigkeit und globale Aufstellung. VDMA-Mitgliedsunternehmen und Verband bilden ein starkes, weltumspannendes Netzwerk, das Wissen bündelt und regionale Märkte gezielt erschließt.“
Quellen:
- Pressemitteilung VDMA (10.6.2026)
- Foto: © Salome Roessler / VDMA