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Borealis ist Partner des EU-Projekts „ELECTRO“

Kleine Glasbehälter mit blauen Deckeln und braunem, flüssigen Inhalt

Borealis beteiligt sich an dem EU-finanzierten Konsortium, das die technische Weiterentwicklung des elektrifizierten chemischen Recyclings zum Ziel hat.

Im Zentrum des Projektes ELECTRO steht die Umwandlung schwer recycelbarer, gemischter Kunststoffabfälle in hochwertige Olefine wie Ethylen und Propylen unter Einsatz erneuerbarer elektrischer Energie liegt. Im Rahmen des Projekts arbeiten führende Forscher von Spitzenuniversitäten wie der Universität Gent, Forschungsinstitute und Branchenakteure gemeinsam an der Entwicklung von Verfahren, bei denen die herkömmliche thermische Energieversorgung in Steamcrackern durch elektrische Beheizung ersetzt werden soll, heißt es in einer Mitteilung von Borealis. Durch die Nutzung erneuerbarer Energie anstelle fossiler Energie ziele ELECTRO auf eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um bis zu 90 Prozent ab. Das Verfahren soll Abfallströme verwerten wie etwa mehrschichtige Verpackungen und verunreinigte Kunststoffe, die mechanisch kaum aufzubereiten sind. Innerhalb des Konsortiums leitet Borealis den Angaben zufolge das Arbeitspaket zur Nutzung kreislauffähiger Rohstoffe für effizientes Steamcracking.
 
Darüber hinaus verbindet Borealis den Angaben nach das Projekt ELECTRO mit dem Projekt STOP, seiner Abfallwirtschaftsinitiative, die 2017 von Borealis und Systemiq mitbegründet wurde. Haushaltskunststoffe, die im Rahmen von Project STOP in Indonesien gesammelt werden, sollen laut Borealis in der Forschung von ELECTRO verwendet werden. So werde dem Konsortium ermöglicht, die Machbarkeit des chemischen Recyclings an schwer zu recycelnden Abfallströmen zu testen. Gemeinsam mit den ELECTRO-Partnern will Borealis nachweisen, wie elektrifiziertes chemisches Recycling herausfordernde Abfallströme in wertvolle Ressourcen für eine Kreislaufwirtschaft verwandeln kann, erklärte Manjunath Patil, Senior Engineer Innovation & Technology bei Borealis.
 
Quellen:

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