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BKV-Symposium 2025 „Kreislaufführung Kunststoff: Zukunftsfähige Verwertung und Technologien“

Grußwort Ministerin Petra Berg, Saarländisches Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz

Beim diesjährigen BKV-Symposium in der saarländischen Landesvertretung in Berlin wurden sowohl die zukunftsfähige Kreislaufführung mit Kunststoff umfassend betrachtet als auch Lösungsansätze durch Wiederverwendung und Recycling unterschiedlicher Verfahren. Hierzu gab es Präsentationen ausgewiesener Experten zu den BKV-Studien und -Projekten sowie aufschlussreiche und inspirierende Diskussionen mit der Fachöffentlichkeit.

 

Die saarländische Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz Petra Berg und der stellvertretende Vorsitzende der BKV, Bernhard-J. Borgardt (Ostedruck Bernhard-J. Borgardt GmbH & Co. KG) eröffneten die Veranstaltung mit ihren Grußworten und verwiesen dabei deutlich darauf, die Anstrengungen und Erfordernisse zum Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Dabei ist es notwendig, die Wirtschaftsfähigkeit der Unternehmen im Blick zu haben, deren Kreislauf- und Recyclingaktivitäten zu befördern und die dafür betreffenden gesetzlichen Regelungen unterstützend und unter möglichst fairen Wettbewerbsbedingungen in einem globalen Markt auszugestalten und zugleich im Vollzug umsetzbar zu machen.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen gesetzlichen Regelungen im sowohl europäischen als auch nationalen Rahmen, insbesondere die europäische Verpackungsrichtlinie (PPWR) und die Entwürfe einer EU-Altfahrzeugrichtlinie (ELVR) sowie auch dem Kreislaufwirtschafts- und dem Verpackungsgesetz in Deutschland, stellten Christoph Lindner (Conversio Market & Strategy GmbH), Dr. Christopher Zachhuber (Borealis Polyolefine GmbH), Dr.-Ing. Joachim Christiani (Institut cyclos-HTP GmbH), Jenny Walther-Thoss (Berndt+Partner Consultants GmbH), Dr. Klaus Wittstock (BASF SE) und Dr. Erik Licht (LyondellBasell) Ergebnisse aktueller BKV-Studien und -Projektarbeiten der Fachöffentlichkeit vor. Die Studie Global Plastics Flow 2023 ist bereits auf der BKV-Homepage verfügbar, die weiteren Studien folgen in Kürze.

Zusammen mit Matthias Belitz (Verband der Chemischen Industrie e. V.), Bernhard-J. Borgardt (Ostedruck Bernhard-J. Borgardt GmbH & Co. KG) und Tom Ohlendorf (WWF Deutschland) standen im Podium am Vormittag die global übergreifende Perspektive einer erfolgreichen und geordneten Kunststoffabfallverwertung, verantwortungsvolle Kunststoffproduktion und -Recycling durch wirksames Management sowie der wichtigste Lösungsansatz der stofflichen Verwertung mit der Recyclingfähigkeit von Produkten im Vordergrund der Diskussion.

 

Konkrete Lösungsansätze der Kreislaufführung sind insbesondere die Wiederverwendung von Verpackungen, technologieoffene Recyclingverfahren, darunter mechanisches und chemisches Recycling sowie der Rezyklateinsatz auch in technisch herausfordernden Anwendungen wie Automobil und Elektro/Elektronik. Darüber diskutierten die Referenten zusammen mit Christian Eckert (ZVEI e. V.), Univ.-Prof. Dr. Kathrin Greiff (Institut für Anthropogene Stoffkreisläufe, RWTH Aachen) und Dr. Isabell Schmidt (IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V.) auf dem Nachmittagspodium. Dabei wurden Innovationen, moderne Technologien, Digitalisierung bis hin zur KI als wichtige Faktoren herausgearbeitet.

Fazit des Symposiums: Erfolge bis hin zu Entwicklungssprüngen sind dann zu erwarten, wenn in den unterschiedlichsten Bereichen Business Cases durch gute und unterstützende Regulierung etabliert werden können.

 

Die professionelle Moderation leitete Dr. Frank Buckel (Covestro Deutschland AG).

 

Dr. Ingo Sartorius, Geschäftsführer der BKV, fasste zusammen: Die anlässlich des Symposiums vorgestellten, jüngsten Studienergebnisse wurden auf hohem fachlichem Niveau mit den Teilnehmern erörtert. Etwa 90 Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und NGOs kamen nach Berlin und diskutierten lebhaft. Dabei wurde klar, dass Lösungen vielfältig und detailreich sind.

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