AEPW: Blaupause für fortschrittliches PCR-Folienrecycling
Die Alliance to End Plastic Waste (AEPW) hat dazu den aktuellen Bericht „The Quest for Qualitiy“ vorgelegt.
Der im Juni 2026 veröffentlichte Bericht soll laut der Allianz als strategischer Leitfaden dienen, um Unternehmen bei der Erfüllung der strengen Vorgaben der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) zu unterstützen. Gleichzeitig biete er eine globale Blaupause für das Recycling flexibler Verpackungen. Ab 2030 verlangt die PPWR einen verpflichtenden Post-Consumer-Recyclinganteil von 35 Prozent in Nicht-Lebensmittelverpackungen. Um diese gesetzlichen Vorgaben rechtzeitig zu erfüllen, will die Allianz der Verpackungsindustrie einen konkreten technischen Pfad aufzeigen. Dazu hat sie untersucht, wie fortschrittliches mechanisches Recycling dazu beitragen kann, flexible Kunststoffabfälle in hochwertige Recyclingmaterialien für anspruchsvolle Verpackungsanwendungen zu verarbeiten. Laut AEWP geht aus der Untersuchung hervor, dass die Herstellung hochwertiger Folien mit einem Rezyklatanteil von über 30 Prozent möglich ist. Die Ergebnisse basieren den Angaben zufolge maßgeblich auf Erkenntnissen aus dem „ValueFlex“-Projekt, das seit dem Jahr 2022 gemeinsam mit dem Branchenverband CEFLEX, der Unternehmensberatung Roland Berger und HTP Engineering entwickelt wurde. Teure Neuentwicklungen seien laut den Projektbeteiligten dazu nicht zwingend nötig. Die benötigte Qualität könnten bestehende sensorgestützte Sortiersysteme, Heißwaschanlagen und Doppelschmelz-Filtrationen bereits liefern. Der Bericht skizziert den Angaben zufolge die technischen, wirtschaftlichen und marktwirtschaftlichen Bedingungen, die zur Skalierung dieser Lösungen erforderlich sind. Der Bericht betont darüber hinaus die komplementären Rollen fortschrittlicher mechanischer und chemischer Wiederverwertung, wobei jeder Weg auf unterschiedliche Abfallströme und Endmarktanwendungen zugeschnitten sei.
Quellen:
- Pressemitteilung AEWP bei PR Newswire (25.6.2026)
- Bild: © AEWP