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Kunststoffe in Industrieabwässern

Ein weiteres Projekt im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Plastik in der Umwelt“ nennt sich EmiStop. Dahinter verbirgt sich ein Verbundprojekt zur systematischen Erfassung und Vermeidung von Mikroplastikemissionen in Oberflächengewässern aus industriellen Abwässern.

Ein Forschungskonsortium unter der Leitung der EnviroChemie in Roßdorf arbeitet mit verschiedenen Projektpartnern zusammen, darunter das IWAR-Institut der TU Darmstadt, um zu klären, welchen Anteil industrielle Abwässer an den Mikroplastikeinträgen in natürliche Gewässer haben. Zusammen mit Industrieunternehmen arbeitet das Forschungsprojekt an der systematischen Erfassung und Vermeidung solcher Einträge. Im Einzelnen soll geklärt werden, welches Mikroplastik in welchen Mengen in Industrieabwässern enthalten ist. Entscheidend für Vermeidungsstrategien ist auch die Klärung, an welchen Stellen der Kunststoffproduktion und -verarbeitung es emittiert wird. Um solche Fragen bearbeiten zu können, sucht das Team nach geeigneten analytischen Messmethoden. Dazu werden mithilfe eines eigenentwickelten Tracertests Verfahren zur Abwasserreinigung getestet, inwieweit sie auch zur Entfernung von Mikroplastikpartikeln aus den Abwässern geeignet sind, und gegebenenfalls optimiert. Außerdem arbeitet man an der Entwicklung von Flockungsmitteln, die den Rückhalt von Mikroplastik bei der Abwasserreinigung erhöhen. Das Forschungsteam bewertet die einzelnen Handlungsansätze und Kombinationsmöglichkeiten und bereitet die Ergebnisse zu Entscheidungshilfen für die Industrie auf. 

Das Verbundprojekt „EmiStop“ befasst sich als einziges von den insgesamt 18 Projekten der BMBF-Initiative mit industriellen Abwässern. Das Darmstädter Vorhaben wird bis Ende 2020 mit insgesamt 1,83 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt.

Mehr Information: bmbf-plastik.de/

Quellen:

  • www.bauing.tu-darmstadt.de
  • recyclingportal.eu (25.10.2018)
  • Foto: © EnviroChemie