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Eintragsmodell: Vom Land ins Meer

Im Auftrag der BKV GmbH und mit Unterstützung von FCIO, IK e.V. und VDMA e.V. hat die Consultic Marketing & Industrieberatung GmbH in 2014 einen Modellansatz zur Erfassung landbasierter Kunststoffabfälle im Hinblick auf ihre Eintragspfade in die Meere entwickelt. Die Methodik wurde dabei in einem ersten Schritt auf die Einträge von Land Sourced Litter in die Nordsee angewandt.

Es gibt zahlreiche Studien, Untersuchungen und Schätzungen, wie viele Kunststoffabfälle in die Meere gelangen bzw. dort bereits sind. Entscheidender für den Ansatz, wie weitere Einträge verhindert werden können, ist aber die Frage, auf welchen Wegen Kunststoffabfälle in die Gewässer geraten. Deshalb hat die BKV mit Unterstützung der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, des österreichischen Chemiefachverbands FCIO sowie des Fachverbands Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA die Consultic GmbH beauftragt, einen Modellansatz zu entwickeln, mit dem Eintragspfade quantifiziert werden können. Das Modell „Vom Land ins Meer – Modell zur Erfassung landbasierter Kunststoffabfälle“ dient in erster Line dazu, besser einschätzen zu können, woher und in welcher Größenordnung die Kunststoffabfälle in die Meere kommen. Eine Beschreibung des Modells sowie ein erläuterndes Handbuch liegen vor und werden derzeit in Fachkreisen diskutiert.

Das Modell wurde am Beispiel „Nordsee“ entwickelt und zunächst nur auf Land Sourced Litter angewandt. Grundannahme des Modells ist, dass es neben den über Sammelsysteme ordnungsgemäß erfassten Abfällen auch nicht erfasste bzw. nicht korrekt entsorgte Abfälle gibt, die mehr oder weniger unkontrolliert „in der Landschaft“ bzw. in Gewässern landen. Ziel des Modells ist es dabei, auf Basis einer methodischen Herangehensweise die Haupteintragspfade für Kunststoff systematisch zu erfassen, zu strukturieren sowie quantitativ zu bewerten. Dabei werden sowohl  Mikrokunststoffe als auch Makrokunststoffe  betrachtet; alle relevanten Eintragspfade – also die Eintragspfade „Fluss“, „Küste“, „Flussschifffahrt“, „Deponie“ und „Hafen“ – werden berücksichtigt.  Details zu dem Modell sollen in nächster Zeit für die Fachwelt veröffentlicht werden.

Ansprechpartnerin bei der BKV: Stephanie Cieplik

Quellen:

  • BKV
  • Foto: BKV, Uli Martin