Start der Initiative „Wir sind Kunststoff“

Start der Initiative „Wir sind Kunststoff“

09.09.2021

Gemeinsam wollen die Verbände GKV, Plastics Europe und VDMA die Kreislaufwirtschaft voranbringen und für den Werkstoff begeistern.

 

Mit „Wir sind Kunststoff“ haben sich die drei großen Kunststoffverbände GKV Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie inklusive seiner Trägerverbände, Plastics Europe Deutschland und VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft und für mehr Nachhaltigkeit zusammengeschlossen. Die insgesamt acht Partnerverbände der Kunststoffhersteller, der kunststoffverarbeitenden Industrie und des Kunststoffmaschinenbaus wollen damit ihre Erfahrungen bündeln sowie den Austausch und Dialog zu Innovationen sowie nachhaltigen Entwicklungen der Kunststoffindustrie in Richtung Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Dabei spiele für die Verbände und ihre Mitglieder gerade die offene Kommunikation eine wesentliche Rolle.
 

Eine Plattform für Dialog und Austausch

Mit mehr Fakten und Informationen zum Wandel der Industrie, wie etwa den aktuellsten Studien zur Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft, wollen die Akteure wieder mehr Wertschätzung für Kunststoff erreichen. Die neue gemeinsame Plattform www.deinkunststoff.de soll dazu beitragen und vor allem den Dialog mit Verbraucher*innen sowie NGOs stärken. Abgesehen vom Thema Abfall, das in der öffentlichen Debatte meist im Vordergrund stehe, wollen die Verbände weitere Aspekte einbringen wie neue Werkstoffe, Verfahren, Ressourceneffizienz und Klimaschutz. Ein Schwerpunkt des Web-Angebots liege deshalb auf Innovationen zur nachhaltigeren Nutzung des Werkstoffs in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.
 

Nachhaltiger Umgang mit Kunststoffen

Die Unternehmen der Kunststoffindustrie und deren Abnehmer wollen weniger Ressourcen verbrauchen und Umweltbelastungen reduzieren. Neben neuen Rohstoffen für die Kunststoffherstellung, wie Biomasse oder CO₂, soll die Ressource Kunststoff möglichst vollständig im Kreislauf geführt werden. Das funktioniere bereits sehr gut bei PET-Flaschen oder brancheneigenen Sammelsystemen wie bei Fensterprofilen, aber längst noch nicht überall. Die Industrie und viele Initiativen forschten an nachhaltigen Lösungen, meist in Zusammenarbeit mit Anwender*innen, der Politik und NGOs. Beispiele dafür seien: „Eco Design“ für nachhaltiges Produktdesign, Forschungskooperationen für chemisches Recycling, die Allianz „Null-Granulatverlust“ zur Vermeidung von Umweltverschmutzung oder die Initiative „Erde“ für das Recycling von Agrarfolien.

 

Quellen:

  • recyclingmagazin.de, kunststoffe.de (6.9.2021)
  • Bild: © deinkunststoff.de

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