Deutsche verbrauchen weniger dünne Kunststofftüten

Deutsche verbrauchen weniger dünne Kunststofftüten

10.01.2022

Um Obst oder Gemüse im Laden einzupacken, griffen die Deutschen im Jahr 2019 bei Hemdchenbeuteln im Schnitt noch 44 Mal zu.

 

Insgesamt ist der Verbrauch laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes von 3,75 Milliarden auf 3,65 Milliarden Stück gesunken. Im Vergleich zu anderen EU-Staaten werden die sehr dünnen Plastiktüten in Deutschland bereits sparsam verwendet. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag in Litauen 2019 bei 280 Plastiktüten, in Tschechien bei 235 und in Lettland bei 213 Stück. Am sparsamsten waren die Belgier und Ungarn: Dort lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2019 bei 7 beziehungsweise 20 Plastiktüten. Die „Hemdchenbeutel“ sind vom Plastiktütenverbot ausgenommen, das seit Anfang des Jahres in Deutschland gilt. Umweltverbände wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfehlen, um Plastik zu vermeiden, Mehrwegnetze aus Baumwolle als Alternative. Von Einweg-Papiertüten rät der NABU ab. Zu deren Herstellung werde, um sie stabil zu machen, deutlich mehr Material und Energie gebraucht als für Kunststofftüten.

 

Quellen:

  • recyclingmagazin.de (5.1.2022)
  • süddeutsche.de (4.1.2022)
  • Foto: Fotolia

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