Kunststoffeintrag aus Bioabfall

Kunststoffeintrag aus Bioabfall

15.01.2019

Kunststoffeintrag aus Bioabfall

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost hat zu Verunreinigungen von Komposten ein umfangreiches Themenpapier vorgelegt.

Zur Diskussion um Kunststoffabfalleinträge in die Meere hat laut eines Berichts in Euwid die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) ein umfassendes Themenpapier beigesteuert. Demnach sehe die BGK zwar Handlungsbedarf zur Vermeidung von Fremdstoffeinträgen wie Kunststoffen bei der Bioabfallvewertung, weise aber darauf hin, dass RAL-gütegesicherte Komposte und Gärprodukte im Mittel nur etwa 0,01 Gewichtsprozent Folienkunststoffe enthielten. Insgesamt betrage die mit Kompost und Gärprodukten in die Umwelt eingetragene Gesamtmenge an Kunststoffen nach Einschätzung der BGK etwa 0,2 Prozent an den bundesweit rund 450.000 Tonnen an Gesamtkunststoffeinträgen. In absoluten Zahlen seien dies rund 817 Tonnen an Kunststoffeinträgen, die jährlich von Kompost und Gärprodukten verursacht seien. Da eine vollständige Abtrennung von Kunststoffen in der Bioabfallbehandlung nicht möglich sei, müssten die Kunststoffe an der Quelle vermieden werden. Alle Beteiligten sollten von daher darauf hinwirken, dass bei der Erfassung von Bioabfällen in der Biotonne nicht mehr als ein Prozent Kunststoffe eingetragen würden. Dazu sei nicht nur eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit erforderlich, sondern auch auch Kontrollen und ggf. Ahndungen von Verstößen gegen die Getrennthaltungspflicht, weise die BGK darauf hin.

Mehr Information: Download des Themenpapiers unter www.kompost.de

Quellen:

  • Euwid Recycling und Entsorgung 3/2019 (15.1.2019)
  • Foto: piu 700 / pixelio.de

Go back