Neues Meeresschutzgebiet im Nordatlantik

Neues Meeresschutzgebiet im Nordatlantik

14.12.2021

Die Staaten der Oslo-Paris-Konvention (OSPAR), eines völkerrechtlichen Vertrags zum Schutz der Nordsee und des Nordostatlantiks, haben die Einrichtung eines umfangreichen Schutzgebietes sowie konkrete Reduktionsziele für Meeresmüll beschlossen. Mit 600.000 Quadratkilometern stellen die in OSPAR organisierten Anrainerstaaten eine Fläche unter Schutz, die größer als die der Länder Deutschlands und Großbritanniens zusammen und damit den Angaben zufolge das zweitgrößte Schutzgebiet der Welt ist.

 

 

Das „North Atlantic Current Evlanov Sea basin“ (NACES) soll dem Schutz der in diesem Teil der Hochsee sehr zahlreich vorkommenden Meeresvögel und der Biodiversität dienen. Beschlossen haben die Umweltministerinnen und -minister der Anrainerstaaten des Nordostatlantiks zudem eine neue Umweltstrategie für die Jahre 2021 bis 2030, um die Auswirkungen des Klimawandels und die Ozeanversauerung, den Verlust der biologischen Vielfalt und die Umweltverschmutzung, einschließlich durch Kunststoffabfälle zu reduzieren. Darin sind konkrete Minderungsziele und Maßnahmen gegen die Belastungen durch Meeresmüll, Schadstoffe und Nährstoffe festgehalten. So sollen unter anderem an Stränden anfallende Abfälle bis zum Jahr 2025 um 50 Prozent und bis 2030 um 75 Prozent reduziert werden. Bis zum Jahr 2030 sollen außerdem 30 Prozent des Nordostatlantiks als Meeresschutzgebiete ausgewiesen werden. Darüber hinaus hat die OSPAR-Konferenz auch Maßnahmen beschlossen, um die Einträge von Kunststoffpellets aus der Industrie zu minimieren. Dazu wollen die Vertragsstaaten erstmals Standards zur Vermeidung von Pelletverlusten entwickeln und Zertifizierungssysteme für die gesamte Kunststofflieferkette aufbauen.

 

Zu den OSPAR-Mitgliedern gehört neben Deutschland, Belgien, Dänemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Luxemburg, Norwegen, den Niederlanden, Portugal, Großbritannien, Schweden und der Schweiz auch die Europäische Union.

 

Quellen:

  • bmu.de (6.12.2021)
  • Bild: @ Enoch Hsiao / unsplash.com

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