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Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Eine Studie zu Kreislaufwirtschaft und Bewusstseinswandel macht die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutlich.

Einerseits sei in Zeiten der Covid-19-Pandemie die Erkenntnis gewachsen, dass die Menschen mehr Verantwortung für die Umwelt übernehmen und mit Ressourcen schonender umgehen müssten. Doch dies auch selbst im Alltag umzusetzen, scheint – vor allem in Deutschland – nicht allzu viele zu tangieren. Dies zumindest ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die auf Initiative von Tomra in vier Nationen durchgeführt wurde. Demnach gaben nahezu zwei Drittel der in Deutschland Befragten an, dass sie während der Pandemie ihr Konsumverhalten nicht verändert hätten und dies auch nicht planten. In Frankreich und Norwegen seien dies jeweils die Hälfte der Befragten gewesen, in England nur 36 Prozent.

Das Umfrageinstitut Kantar hatte für die „Rethink-Studie“ insgesamt rund 4.000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Norwegen und Großbritannien zu ihrem Konsumverhalten in Corona-Zeiten befragt. Dabei gab es Unterschiede hinsichtlich der Altersgruppen. Jüngere seien in Deutschland eher bereit, sich einzuschränken als Ältere. Diejenigen, die sich nach eigenen Angaben beschränken, hätten vor allem die Bereiche Bekleidung, Gastronomie und Reisen genannt, in denen sie sich beim Konsum zurückhielten.

Insgesamt steige schon das Bewusstsein in der Bevölkerung für globale wirtschaftliche Zusammenhänge und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, fasst Volker Rehrmann, der bei Tomra für das Segment Circular Economy verantwortlich ist, zusammen. Jedoch: „Wenn es darum geht, im Alltag nachhaltiger zu leben, klafft aber oft noch eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit.“ Die Rethink-Studie soll laut Tomra künftig im Abstand von zwei Jahren regelmäßig Trends und Entwicklungen hinsichtlich der Circular Economy untersuchen.

Quellen:

  • k-zeitung.de (31.8.2020)
  • Foto: © CambridgeJudgeBusinessSchool