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Zu regionalen Instrumenten im Kampf gegen Meeresmüll

Ein Team des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung fordert eine Stärkung der Meeresregionen.

Ein Team des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam hat sich die Rolle von regionalen Instrumenten im Kampf gegen Kunststoffabfälle angeschaut. Es fordert dringend weitergehende Maßnahmen als die bisher getroffenen Vereinbarungen auf nationaler, regionaler und globaler Ebene sowie systemische Veränderungen. Die Autoren nennen in ihrem Bericht „Stronger together: The role of regional instruments in strengthening global governance of marine plastic pollution“ vier Herausforderungen, die anzugehen seien: die regional stark unterschiedliche Umsetzung von Maßnahmen, starke Abweichungen bei der Erhebung und Auswertung von Daten, Defizite bei der Umsetzung eines Multi-Stakeholder-Ansatzes sowie eine häufig unzureichende Zusammenarbeit mit der Industrie.

Vor allem die Zusammenarbeit mit der Industrie sei zur Vermeidung weiterer Einträge von hoher Bedeutung. In regionalen Arbeitsgruppen sollten Meeresschutz-Organisationen gemeinsam mit Privatunternehmen beraten, wie Einträge zu verhindern seien. Der Einsatz alternativer Materialien für die Herstellung von Produkten sollte ebenso diskutiert werden wie Verbesserungen der Abfallentsorgung. Kreislaufwirtschaft müsse das gemeinsame Ziel sein. Globale Abkommen sollten dafür einen einheitlichen Rahmen schaffen, ebenso wie für die Datenerfassung, die bislang nicht mit einheitlichen Standards vorgenommen werde, was die Ergebnisse kaum vergleichbar mache.

Neben globalen Abkommen empfiehlt das Team eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit, da regionale Organisationen besser die Herausforderungen, Bedürfnisse und Besonderheiten der unterschiedlichen Regionen berücksichtigen und für die betroffenen Staaten passende Lösungsansätze identifizieren und umzusetzen könnten.

Mehr Information: IASS Study „Stronger together: The role of regional instruments ...“

Quellen: