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Zirkularität bei Kunststoffen

Beim Fachpressetag von PlasticsEurope dominierten Nachhaltigkeitsthemen und Initiativen gegen Plastikmüll.

PlasticsEurope Deutschland hatte zum jährlichen Fachpressetag geladen und zahlreiche Fachjournalisten aus Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Ungarn sind gekommen und diskutierten Themen zur Nachhaltigkeit von Kunststoffen. Bei aller Kritik fehle es an differenzierten Zwischentönen, meinte dazu Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope, und wies darauf hin, dass ein Ersatz von Kunststoffen mit anderen Materialien häufig mit einem schlechteren ökologischen Fußabdruck verbunden sei. Der Kampf gegen Abfalleinträge in die Umwelt erfordere erhebliche Anstrengungen, an denen sich alle betroffenen Akteure der Chemie- und Kunststoffindustrie, Markenartikler sowie der Verwertungs- und Recyclingbranche gemeinsam beteiligen müssten. Den weltweit unterschiedlichen Herausforderungen müsste zudem mit passgenauen Maßnahmen begegnet werden. Mara Hancker von der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen wies zunächst darauf hin, dass ungeachtet der aktuell kritischen Diskussion auch in 2018 ein Mengenwachstum bei den Kunststoffverpackungen zu verzeichnen war, was zweifelsohne mit den Vorteilen von Kunststoffanwendungen in puncto Ressourceneffizienz zusammenhänge. Victoria Wesselowski von der BASF zeigte, wie der neue Zusammenschluss von rund 30 Unternehmen aus der ganzen Welt in der Allliance to End Plastics Waste dazu beitragen wolle, den Eintrag in die Meere zu verringern. Die Allianz wolle sich zunächst vor allem auf die meistbelasteten Flüsse in Asien und Afrika konzentrieren. Wie viel Kunststoffe heute schon zurück in die Produktion neuer Produkte fließen, machte Claus-Jürgen Simon von PlasticsEurope Deutschland anhand der aktuellen Stoffstrombildstudie deutlich. Und Rainer Mantel, Geschäftsführer der BKV, erläuterte schließlich das Potenzial eines chemischen Recyclings für bestimmte Kunststoffabfallströme. Im Rahmen einer Studie hatte die BKV die technische Reife ausgewählter Verfahren und eine ökonomische Einschätzung gegenüber der energetischen Verwertung untersuchen lassen. Laut Mantel sei zwar ein Großanlagenbetrieb erst in einigen Jahren zu erwarten, doch biete das chemische Recycling durchaus eine weitere Option zur Schließung des Kohlenstoffkreislaufs und sei in Hinblick auf die Verwertung stark verschmutzter oder heterogener Kunststoffabfallströme eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Alternative zur energetischen Verwertung. Eine Kurzfassung der Studie stehe unter www.bkv-gmbh.de zur Verfügung. Dort könne auch die kostenpflichtige Langfassung bestellt werden. 

Quellen: