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Weniger Erstsemester für die Kunststoffverarbeitung

Nach einer Erhebung von GKV/TecPart sind die Erstsemester um 45 Prozent zurückgegangen.

Im Rahmen der Anfang Dezember letzten Jahres von GKV/TecPart durchgeführten Erhebung wurden 33 Universitäten und Fachhochschulen in den DACH-Ländern mit den Studiengängen Kunststofftechnik und Kunststoffverarbeitung angeschrieben. Gefragt wurde nach Anzahl der Erstsemester der letzten drei Jahre. Demnach liege der Rückgang von Studierenden beim Vergleich des Durchschnitts der Jahre 2017 und 2018 zu 2019 bei absolut 45 Prozent weniger Erstsemestern. Dabei seien vor allem Hochschulen, die einen eigenständigen Studiengang Kunststofftechnik bzw. -verarbeitung anbieten, betroffen. Bei Studiengängen, bei denen Kunststofftechnik als Vertiefungsfach angeboten werde, wie etwa innerhalb eines Maschinenbaustudiums, sehe es etwas besser aus.

Im Gesamtvergleich der Hochschullandschaft seien kunststoffbezogene Studiengänge vielfach unterrepräsentiert, wie auch Prof. Thomas Seul von der Hochschule Schmalkalden moniere. Hier sollte regionaler Wettbewerb der Hochschulen zugunsten einer kooperativen Zusammenarbeit zurückstehen, um den Bedarf der Industrie zu decken. Auch außerhalb des akademischen Bereichs gestalte sich die Suche nach Auszubildenden in der Kunststoff- und Kautschuktechnik zunehmend schwierig. Hier sei der Verband sowie die kunststofftechnische Industrie gefordert, wie auch Michael Weigelt, Verbandsgeschäftsführer des GKV/TecPart bestätige. Er mahne aber dazu einen höheren Organisationsgrad der Branche an, da bislang die Arbeiten für das Kunststoffimage über die GKV-Trägerverbände lediglich von einem Drittel der in Deutschland registrierten Unternehmen getragen werden. Über ein von Kunststoffverbänden beschlossenes Sonderbudget solle eine Kampagne finanziert werden, die die wichtige Rolle klimafreundlicher Kunststoffprodukte für die CO2-Reduzierungdeutlich mache. Diese Kampagne könnten alle Unternehmen der Wertschöpfungskette unterstützen, indem sie Mitglied in einem der GKV-Trägerverbände werden, weist Weigelt darauf hin.

Quellen:

  • kunststoffe.de (10.2.2020)
  • Foto: © Fotolia