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Wasserkraftanlagen entsorgen auch Plastikabfälle

Laut einer Studie leisten Wasserkraftanlagen einen bedeutenden Beitrag zur Entsorgung von Plastikabfällen aus Gewässern.

Im Rahmen des Verbundprojektes „MicBin – Mikroplastik in Binnengewässern“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, untersuchten sieben Partner – darunter die BKV – aus Wirtschaft und Forschung sowie von Behörden den Eintrag und Verbleib von Kunststoffen in Gewässern im Donaugebiet. Im Ergebnis entsorgen laut der Studie basierend auf mehreren unterschiedlichen Szenarien die Betreiber von Wasserkraftanlagen jährlich rund 290 Tonnen Makroplastik aus Fließgewässern im bayerischen Donaugebiet, wie der Landesverband Bayerische Wasserkraftwerke meldet. Bei den entsorgten Abfällen handele es sich größtenteils um Verpackungsabfälle wie Kunststoffflaschen, aber auch Abfälle aus dem Agrarsektor wie Folien und Pflanztöpfe sowie Bau-Müll wie Styropor.

In diesem Arbeitsgebiet 4.1 des MicBin-Verbundprojektes wurde erstmals der Eintrag von Kunststoffpartikeln (Makro-, Meso- und Mikroplastik) für ein größeres Einzugsgebiet eines Binnengewässers bilanziert. Das bayerische Donaueinzugsgebiet diente hier als exemplarisches Untersuchungsobjekt. In diesem Rahmen wurden neben den Kunststoffmengen, die an Wasserkraftwerken ausgetragen werden, auch diejenigen, die an Staustufen entsorgt werden, bilanziert und die Ergebnisse in einem Bericht veröffentlicht, der bei der BKV erhältlich ist.

Das Mic-Bin-Verbundprojekt ist Teil des BMBF-Forschungsschwerpunkts „Plastik in der Umwelt“, das insgesamt 18 vom BMBF geförderte Verbundprojekte umfasst. Zusätzlich erforscht ein wissenschaftliches Begleitvorhaben die Wirkung von Kunststoffen auf die Umwelt.

Mehr Information: Bericht: Analyse von Wasserkraftwerken – MicBin-Verbundprojekt, Arbeitspaket 4.1 (Conversio)

Quellen:

  • Gemeinsame PM des Landesverbands Bayerischer Wasserkraftwerke eG, der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e.V. und der Wasserkraft in Bayern (5.11.2020)
  • Foto: © LVBW / Otto Mitterfelner