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Was heißt „recyclebar“?

Der europäische und der amerikanische Verband der Kunststoffrecycler haben zu einer gemeinsamen Definition gefunden.

Um die Kreislaufwirtschaft voranzubringen, haben sich die Recyclingverbände Plastics Recycling Europe (PRE) und die amerikanische Association of Plastic Recyclers auf eine gemeinsam ausgearbeitete Formulierung für den Begriff „recyclebar“ verständigt. Bislang habe eine definierte Referenz bei der Verwendung des Begriffs bei Verpackungen wie auch anderen Produkten gefehlt, wies Steve Alexander, Präsident und CEO des amerikanischen Verbands, bei der Vorstellung hin. Schließlich betreffe die Recyclingfähigkeit nicht nur die technische Machbarkeit, sondern auch den Zugang von Verbrauchern zu Recyclingprogrammen, die Voraussetzungen bei den Recyclingunternehmen sowie die Existenz eines Marktes für die Endprodukte. Auch für die zu begrüßenden Ankündigungen von Seiten der Industrie, ihre Produkte recyclingfähig zu machen, würden klare und allgemein akzeptierte Definitionen gebraucht, ergänzte PRE-Präsident Ton Emans. 

Nach der gemeinsamen Definition müssen vier Bedingungen für eine Recyclingfähigkeit erfüllt sein:

  1. Das Produkt muss mit einem Kunststoff hergestellt werden, der zum Recycling gesammelt wird, einen Marktwert hat und/oder durch ein gesetzlich vorgeschriebenes Programm unterstützt wird.
  2. Das Produkt muss für Recyclingprozesse in definierte Ströme sortiert und aggregiert werden.
  3. Das Produkt kann mit kommerziellen Recyclingverfahren verarbeitet und zurückgewonnen/recycelt werden.
  4. Der recycelte Kunststoff wird zu einem Rohstoff, der bei der Herstellung neuer Produkte verwendet werden kann.

Mehr Information: Global Recyclability Definition

Quellen:

  • kunststoffe.de (13.7.2018)
  • www.plasticsrecyclers.eu