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UBA: Deponieverbot hilft, den Klimawandel zu bekämpfen

Modernes Abfallmanagement leistet nach Ansicht des Umweltbundesamtes (UBA) einen besonders starken Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Schätzung des UBA über die Entwicklung der Treibhausgasemissionen des Jahres 2014 in Deutschland, ging der Ausstoß von Methangas im Abfallsektor um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Das UBA führt dies auf das Verbot zur Deponierung organischer Abfälle zurück und betont in der Nahzeitprognose, dass modernes Abfallmanagement einen besonders starken Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leiste.

Aus Sicht von Peter Kurth, Präsident des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., hat die Abfallwirtschaft in Deutschland bereits einen Großteil ihres Vermeidungspotenzials verwirklicht. Wie der BDE-Präsident vor dem Hintergrund der UBA-Prognose erläutert, machen die Klimagasemissionen der deutschen Entsorgungsbranche einen Anteil von knapp über 1 Prozent der Gesamtemissionen von 911 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten aus und sind mit 11 Millionen Tonnen in 2014 nur noch halb so groß wie vor zehn Jahren. „Die private Entsorgungswirtschaft wird auch weiterhin an innovativen Lösungen zur Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen arbeiten”, versichert Kurth.

Im EU-Vergleich liegen die Emissionen der deutschen Abfallbranche laut Studie mit 0,17 CO2-Äquivalenten pro Einwohner und Jahr ein gutes Drittel unter dem Durchschnitt. Wolle die neue Kommission ernst machen mit Kreislaufwirtschaft und Bekämpfung des Klimawandels, dann dürfe sie die im ursprünglichen Kreislaufwirtschaftspaket vorgesehene Begrenzung der Deponierung unter keinen Umständen aufweichen, so Kurth weiter. Der Abfallsektor kommt in der Union auf insgesamt 140 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

Quellen:

  • 02elf.net (2.4.2015)
  • recyclingmagazin.de (1.4.2015)
  • Bild: BDE