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Remondis hakt DSD-Übernahme ab

Im Interview mit der FAZ bestätigt Remondis Geschäftsführer Herwart Wilms, das OLG-Urteil gegen die Übernahme zu akzeptieren.

Auch wenn sein Unternehmen anderer Meinung sei, akzeptiere es das Urteil des Oberlandesgerichts, das den Einspruch des Bundeskartellamtes gegen eine Übernahme des Grünen Punkts bestätigt habe, sagt Remondis-Chef Herwart Wilms gegenüber der FAZ. Der Einstieg in den Markt der dualen Systeme sei damit allerdings nicht vom Tisch, man prüfe, wie es nun weitergehe. Auch selbst ein duales System ähnlich wie die Schwarz-Gruppe mit Prezero schließt Wilms nicht aus, doch würde es „selbst mit größter Anstrengung“ wenigstens ein Jahr dauern, bis alle Zulassungen und Abstimmungsvereinbarungen beisammen wären. Man beobachte den Markt weiter aufmerksam und prüfe alle Optionen. Ob Remondis nochmals einen Kauf eines Systems anstrebe, sei angesichts der Haltung des Bundeskartellamts ungewiss. Das Gerichtsurteil schaffe an der Stelle keine Klarheit, weil es sich nicht auf die behaupteten Wettbewerbsfolgen beziehe, sondern sich nur mit dem Markt für Altglas befasst habe. Es gebe aber auch Systeme mit Zulassung, aber praktisch ohne Absatz, die auf den ersten Blick unbedenklich zu übernehmen wären, doch man sei noch mitten in der Prüfung, betont Remondis. Laut Euwid hätten Beobachter zuletzt die beiden Systembetreiber Reclay und Recycling Kontor als mögliche Übernahmekandidaten für Remondis genannt.

Quellen:

  • FAZ, euwid-recycling.de (7.5.2020)
  • Foto: © Remondis