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PET: künftig mehr rPET für Einwegflaschen

Nach Expertenmeinung sei ein hoher Recyclatanteil der Schlüssel für noch nachhaltigere PET-Einwegflaschen.

So lautet nach Presseberichten das Ergebnis einer Informationsveranstaltung der RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET Getränkeverpackungen und des Forums PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen im Rahmen der BrauBreviale Mitte November in Nürnberg. Nach Ansicht unabhängiger Verpackungsexperten könne und solle zur Stärkung des Wertstoffkreislaufs in Zukunft mehr rPET für das Flaschen-zu-Flasche-Recycling zur Verfügung gestellt werden. Derzeit bestehen PET-Flaschen im Durchschnitt zu gut 26 Prozent aus recyceltem PET-Material. Zwar würden mehr als 97 Prozent der PET-Einwegflaschen in Deutschland recycelt, doch gingen zwei Drittel des recycelten PET-Materials in branchenfremde Bereiche wie Folien und Textilien, worauf IK-Geschäftsführerin Dr. Isabell Schmidt hinwies. Irina Bremerstein, Geschäftsführerin der RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Verpackungen, sehe vor allem den Handel in der Position, den rPET-Anteil in Getränkeverpackungen zu erhöhen. In seiner herausgehobenen Stellung innerhalb der Wertstoffkreislaufs könne er Abnehmer gebrauchter Getränkeflaschen sowie ihre Getränkelieferanten dazu verpflichten, das Material im Kreislauf zu halten, meint Bremerstein. Laut Jonas Harth, Ökobilanzexperte des unabhängigen ifeu-Instituts, sei die Erhöhung der Recyclatmenge neben der Reduzierung des Verpackungsmaterials, die schon sehr weit fortgeschritten sei, Haupttreiber für verbesserte Ökobilanzen. Dass dies praktisch machbar sei, bestätigte auch Dr. Frank Welle, Verpackungsexperte des Fraunhofer Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV.

Quelle:

  • RAL Gütegemeinschaft (22.11.2018)