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Neue Sortiertechnologien

Zwei neue Ansätze zur Sortierung von Mehrschichtfolien und Mischkunststoffen sollen die Recyclingquote erhöhen.

Zwei neue Projekte am Department Kunststofftechnik an der österreichischen Montanuniversität Leoben und dem Polymer Competence Center Leoben (PCCL) widmen sich neuen Sortiertechnologien für Kunststoffabfälle, die dazu beitragen sollen, die Recyclingquote zu erhöhen. Bei beiden Projekten steht die Sortierung und Trennung in den Recyclinganlagen im Fokus. Materialverbunde, die nicht oder nur schwer zu recyceln sind, lassen sich meist nicht abtrennen. Beim ersten Projekt Plastic Smart Technology for Recycling of Assorted Plastic Waste – kurz: Straw – geht es auch um die Abtrennung solcher Abfälle. Neu an dem Verfahren ist, dass die Trennung der Materialströme im geschmolzenen Zustand vorgenommen wird. Dabei sollen laut Dr. Michael Feuchter vom Departement Kunststofftechnik (Foto) zusätzlich Schmutzstoffe entfernt werden. Geplant ist, im Laufe des zweijährigen Projekts einen Prototypen zu entwickeln, der sich an jede konventionelle Extrusions- oder Compoundieranlage anschließen lassen soll. Beim zweiten Lösungsansatz verfolgte das Projekt Multilayer-Detection das Ziel, kleine Folienstücke mehrschichtiger Verpackungen vom Rest zu trennen, um zu verhindern, dass sie die Qualität des Rezyklats mindern. Dazu wollen die Forscher Sensortechnologien entwickeln und testen, die mit Hilfe der Nahinfrarotspektroskopie eindeutiger zwischen rezyklierbaren und nicht rezyklierbaren Materialien unterscheiden.

Quellen:

  • k-zeitung (16.11.2020)
  • plastverarbeiter.de, 320grad.de (17.11.2020)
  • Foto: @ Montanuniversität Department Kunststofftechnik Leoben