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Methode zum Aufspüren von Geisternetzen im Test

Vor Rügen testet der WWF, wie gut Geisternetze durch den Einsatz eines Seiten-Sonar-Gerätes im Meer gefunden werden können.

Im Rahmen des „Marelitt Baltic“-Projekts, an dem Fischereigemeinden, Forschungsinstitute und Umweltverbände aus Schweden, Estland, Polen und Deutschland beteiligt sind, untersucht der World-Wildlife-Fond (WWF) seit zwei Jahren, wie verloren gegangene Kunststoffnetze aus dem Meer geborgen und wiederverwertet werden können (s. auch Meldung vom 8.7.2017). Wie viele Netze als Geisternetze in den Meeren landen, sei schwer zu beziffern, so der WWF. Nach Schätzungen auf Grundlage einer Studie des polnischen WWF gingen in der Ostsee jährlich 5.000 bis 10.000 Netze und Netzteile verloren. Der WWF Polen arbeite auch an der Erstellung einer Karte mit Hotspots für alle vier Projektländer, auf der Orte mit besonders vielen Geisternetzen identifizierbar sein sollen. In der Ostsee, so Gabriele Dederer vom WWF Deutschland, komme jetzt erstmals ein sogenanntes Seitensicht-Sonar zum Einsatz, das bereits vor der US-amerikanischen Küste erfolgreich genutzt wurde. Die Technik eigne sich für größere Meerestiefen und könne damit näher am Meeresboden eingesetzt werden als bekannte Sonargeräte. Untersucht wird, wie gut sich Geisternetze etwa an Steinen oder Wracks ausfindig machen lassen. Mit dem Sonar könne, so die Hoffnung, eine große Fläche abgescannt werden und zur Bergung der Netze könnten Experten dann gezielt zu den Fundorten tauchen.

Quellen:

  • sueddeutsche.de (9.4.2018)
  • Foto: wwf.de