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Mit Kreislaufwirtschaft mehr Klimaschutz

Laut bvse sollte für das „extrem anspruchsvolle“ Klimaziel der EU Kreislaufwirtschaft genutzt und Deponien geschlossen werden.

Kreislaufwirtschaft biete Möglichkeiten zur CO2-Reduktion, die die Europäische Union dringend nutzen sollte, rät Herbert Snell, Vizepräsident des bvse Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung (Foto). Beispielsweise könne der Einsatz von Kunststoffrezyklat anstelle von Neuware große Mengen an CO2 einsparen. Derzeit würden allerdings weit weniger Rezyklate eingesetzt, als es möglich wäre, weil Kunststoffneuware so preiswert sei, beklagt Snell. Weil die kunststoffverarbeitende Industrie sich nur nach dem Preis und weniger nach den freiwilligen Selbstverpflichtungen richte, gehe aus seiner Sicht kein Weg an ordnungspolitischen Maßnahmen vorbei, um den Kunststoffeinsatz zu verteuern, wenn auf Rezyklateinsatz verzichtet würde. Auch würden die Chancen der Kreislaufwirtschaft für den Klimaschutz durch das in Europa immer noch mögliche und legale Deponieren von Kunststoffabfällen konterkariert. Ein europaweites Deponieverbot müsse so schnell wie möglich umgesetzt werden, fordert Snell. Ebenso sei wichtig, in Deutschland und Europa der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung endlich die erforderliche Priorität zu verleihen. Dass die 95. Umweltministerkonferenz eine Sondereinsatzgruppe Rezyklateinsatz (RESAG) beschlossen habe, sehe Snell als ein positives Zeichen.

Quellen:

  • recyclingmagazin.de (16.12.2020)
  • Foto: @ bvse