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Mikroplastik in Kosmetika

Eine vom NABU beauftragte Studie untersuchte Funktionen, Zusammensetzungen und Alternativen.

Durchgeführt hat die Studie das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) in Oberhausen. Untersuchungsgegenstand waren Microbeads aus Kunststoff in Kosmetika sowie polymere Mikropartikel in Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln, die mit zu den Verursachern von Kunststoffmüll in den Weltmeeren und Binnengewässern zählen. Die Studie habe sich mit Fragen dazu auseinandergesetzt, welche Funktionen diese Kunststoffe in den Produkten erfüllen und welche Alternativen es gebe. Was die Einsatzmenge an partikulärem Kunststoff betreffe, so belaufe diese sich in Kosmetika in Deutschland auf 977 Tonnen pro Jahr, in WPR-Produkten würden 55 Tonnen Mikroplastik pro Jahr eingesetzt. Vergleichsweise viel kämen dagegen gelöste, gel- oder wachsartige Polymere mit einer geschätzten jährlichen Menge von 23.700 Tonnen zum Einsatz. Für WPR-Produkte lägen sie ähnlich hoch. In Summe kämen den Angaben nach in Deutschland jährlich insgesamt rund 50.000 Tonnen Kunststoffe als Mikropartikel in Kosmetik- und WPR-Produkten zum Einsatz. Die Autoren von UMSICHT empfehlen eine Regulierung sämtlicher schwer abbaubarer, wasserlöslicher Polymere über REACH, weil es noch zu wenig Wissen über ihre Wirkungen in der Umwelt gebe.

Mehr Information: www.umsicht.fraunhofer.de

Quellen:

  • Plasticker (10.10.2018)
  • KI (11.10.2018)
  • Foto: ©Fraunhofer UMSICHT/Leandra Hamann