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Marin abbaubarer Kunststoff

Einen biobasierten Kunststoff, der sich im Meer abbaut, wollen Forscher im Verbund entwickeln.

„MabiKu“ (marin abbaubarer, biobasierter Kunststoff) steht für ein Projekt, in dem Forscher der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule Hannover und der Hydra Marine Sciences GmbH sowie weitere Partner zusammenarbeiten. Ihr Ziel: Sie wollen biobasierte Kunststoffe, die sich im Meer biologisch abbauen, für Bereiche entwickeln, „in denen sich Kunststoffeinträge systembedingt nicht ganz vermeiden lassen, etwa in der Fischerei und Aquakultur. Hier wären Polymere, die sich im Meer abbauen, sinnvoll“, erklärt Projektleiter Prof. Hans-Josef Endres. Die Forscher konzentrieren sich vor allem auf deutsche Küsten der Nord- und Ostsee, wo sie Kunststoffprodukte identifizieren, die dort häufig ungewollt landen. Ein für die Entwicklung bereits geplantes Produkt ist ein Fasermaterial für biobasierte Netze oder ein sogenanntes „Dolly Rope“, eine Scheuerschutzmatte, die bei der Grundfischerei die eigentlichen Fangnetze schützen soll. Auch an die Entwicklung marin abbaubarer Spritzgießkomponenten und Folien für Verpackungen wolle man ran, heißt es von Seiten der Forscher. MabiKu hat den Angaben zufolge eine dreijährige Laufzeit und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert.

Quellen:

  • kunststoffe.de (1.4.2019)
  • Foto: @Pixelio/Bärbel