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Kartellamt untersagt Übernahme des DSD

Wie Euwid meldet, haben die Wettbewerbshüter ihr Veto zum Kauf des Grünen Punktes durch den größten deutschen Entsorger Remondis eingelegt.

Die Entscheidung des Bundeskartellamts war auch so erwartet worden. Denn beiden Unternehmen konnten die wettbewerblichen Bedenken auch nicht durch ihre zuletzt angebotenen Zusagen ausräumen. Der Zusammenschluss hätte, wie der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt erklärte, zu einer erheblichen Behinderung des Wettbewerbs bei den dualen Systemen geführt. Remondis als größtes Entsorgungsunternehmen wäre nach einer Fusion in der Lage gewesen, die Preise für die Sammlung, Sortierung und Aufbereitung für die Wettbewerber von DSD zu erhöhen. Damit hätte Remondis/DSD dann erhebliche Marktanteile hinzugewinnen, Wettbewerber verdrängen und letztlich höhere Preise auf dem Markt für duale Systeme durchsetzen können, welche dann am Ende die Verbraucher über höhere Preise für die Verpackungen tragen müssten. Remondis und DSD können nun innerhalb eines Monats beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) begrüßte die Entscheidung. „Es ist richtig, die Übernahme der DSD GmbH durch Remondis zu untersagen. Eine andere Entscheidung hätte die Funktionsfähigkeit des Marktes im Bereich der Verpackungsentsorgung empfindlich gestört und wäre zu Lasten des Mittelstandes in der Branche und der Verbraucherinnen und Verbraucher gegangen", erklärte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Quellen:

  • euwid-recycling.de (11.7.2019)
  • Foto: © Bundeskartellamt