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Großbritannien plant Kunststoffsteuer

Ab April 2022 will die britische Regierung Herstellung und Einfuhr von Kunststoffverpackungen zusätzlich besteuern.

Die Steuer soll auf Kunststoffverpackungen erhoben werden, die weniger als 30 Prozent Recyclat enthalten und einen Anreiz schaffen, mehr Recycling-Material einzusetzen. Die Regierung will außerdem Verpackungshersteller stärker an den Kosten für Verpackungsabfälle beteiligen. „Dieses System bietet den Herstellern einen Anreiz, Verpackungen zu entwerfen, die leichter zu recyceln sind und den Einsatz von schwer zu recycelnden Verpackungen zu vermeiden“, erklärt Philip Hammond, Schatzkanzler Großbritanniens die Regierungspläne. Für das Vermeiden und Recyceln von Kunststoffen sollen im Haushalt 20 Millionen britische Pfund (22,5 Millionen Euro) bereit gestellt werden. Zehn Millionen Pfund sollen für die Forschung und Entwicklung ausgegeben werden, weitere zehn Millionen Pfund für innovative Ansätze zur Förderung des Recyclings und zur Verringerung von Abfall. Die Reform soll zusätzlich zur geplanten Reform des britischen Systems der Herstellerverantwortung bei Verpackungen kommen. Über beide Reformen werde die Regierung in Kürze beraten.

Der englische Berufsverband für die Entsorgungswirtschaft CIWM (Chartered Institution of Wastes Management) und der britische Entsorgerverband ESA (Environmental Services Association) begrüßten die Steuerpläne. Der britische Verband der Kunststoffindustrie (BPF) sei zu konstruktiver Mitarbeit bereit, bitte jedoch angesichts unzureichender Recyclingkapazitäten um Vorsicht bei Forderungen nach einem bestimmten Anteil an recycelten Inhaltsstoffen in Verpackungsprodukten.

Quellen:

  • KI (7.11.2018)
  • Euwid Recycling und Entsorgung 45/2018 (6.11.2018)
  • Foto: unsplash.com