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Förderung des Rezyklateinsatzes

Die Initiative geTon fordert im Gespräch mit dem BMU die Einführung von Industriestandards für Rezyklate.

Vor dem Hintergrund der häufig schlechten Sammelqualität in Gelben Säcken und Tonnen, die Auswirkungen auf die Qualität und Vermarktbarkeit von Kunststoffrezyklaten hat, traf sich vor Kurzem die Initiative geTon zu Gesprächen im Bundesumweltministerium (BMU). Der Initiative gehören die drei dualen Systembetreiber Belland Vision, DSD, Interseroh, die beiden Entsorger Alba und Remondis sowie der Verpackungshersteller Alpla und der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble an. Aus deren Sicht soll es künftig drei Kategorien für den Einsatz von Rezyklaten geben: 1. Lebensmittel, 2. Kosmetika, 3. Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel. Außerdem spricht sich die Initiative für Mindesteinsatzquoten aus, da Neuware aus Rohöl derzeit etwa 20 Prozent günstiger sei als Rezyklat.

Auch zuletzt bei der Sitzung des Umweltausschusses im Bundestag, in der die Frage erörtert wurde „Wie können wir Rezyklate aus Kunststoffverpackungen verstärkt im Kreislauf führen?“, wies der eingeladene CEO des Grünen Punkts, Michael Wiener, auf den ungenügenden Markt für Rezyklate wegen der ungleichen Kostensituation hin. Neuer Kunststoff sei aufgrund des niedrigen Ölpreises und der Bevorzugung bei der Mineralölsteuer deutlich günstiger, zumal externe Kosten bislang völlig ausgeklammert würden. Daher müssten Rezyklate politisch gefördert werden. Wiener forderte ebenso wie bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock, Mindesteinsatzquoten für Rezyklate. Rehbock sprach darüber hinaus die Qualität bei der Sammlung und Erfassung an, die für eine Steigerung der Recyclingmengen beim Verpackungsabfall dringend verbessert werden müsse.

Quellen:

  • Euwid Recycling und Entsorgung 15/2019 (9.4.2019)
  • euwid-recycling.de (10.4.2019)
  • verpackungsrundschau.de (11.4.2019)
  • Foto: © Fotolia