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FDP wirbt für Abgabe auf Kunststoffprodukte

Die Abgabe in Höhe des Entsorgungswerts soll ausgezahlt bekommen, wer die Kunststoffverpackung zurückbringt.

Für Verbote von Kunststoffprodukten habe die Bundestagsfraktion der FDP wenig übrig, schlage stattdessen laut eines Berichts in der FAZ eine Art Plastikgebühr vor. Dabei habe die Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny, von der der Vorstoß komme, insbesondere Schwellenländer im Blick, in denen der Konsum und damit auch das Müllaufkommen zunehme. Die Rechtsanwältin schlage zum einen zur Vereinfachung des Recyclings vor, jedes in Plastik verpackte Produkt mit Hilfe der Blockchain-Technik zu markieren. Zum anderen solle der Verpackung ein Entsorgungswert zugerechnet werden, den das Unternehmen an eine noch zu definierende Stelle zu überweisen hätte. Dieser Betrag werde an die Person ausgezahlt, die etwa die leere Verpackung an eine Sammelstelle zurückbringe. Das soll das Recycling vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländer attraktiver machen. Die finanzielle Grundlage müssen laut des Positionspapiers von Frau Skudelny diejenigen tragen, die von dem Verkauf ihrer Konsumgüter in diesen Ländern profitierten. „Wenn wir Plastik von Anfang an einen Wert geben, dann lohnt sich das Sammeln auch“, zeige sich die Politikerin überzeugt.

Quellen:

  • FAZ (30.1.2019)
  • Foto: © Humble Dreamer