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Europaweites Projekt zu Kunststoff in Gewässern

Ende 2019 startete das Projekt „LimnoPlast“, in dem sich 13 Projektpartner mit den Auswirkungen von Mikroplastik in Süßwassersystemen befassen wollen.

Im Gegensatz zu Mikroplastik im Meer halten die Projektbeteiligten die Mengen, Verbreitungen und Auswirklungen von Kunststoffpartikeln und -fasern in Süßwasserökosystemen für noch nicht gut erforscht. Das Projekt soll Antworten liefern, auf die Frage, woher die kleinen Partikel und Fasern kommen, die in der Umwelt bereits weit verbreitet sind und welche Auswirkungen sie auf Süßwassersysteme haben. Forschungsansätze aus den Natur- und Sozialwissenschaften sollen mit umwelttechnischen Lösungen kombiniert werden, um die offenen Fragen ganzheitlich zu beantworten. Damit stelle „LimnoPlast“ das erste europäische Projekt dar, das Natur-, Umwelt-, Technik- und Sozialwissenschaften im Bereich der Mikroplastikforschung systematisch vernetze. Das Vorhaben wird den Angaben zufolge von der EU für vier Jahre mit knapp 4,1 Millionen Euro gefördert und richte sich insbesondere an Doktoranden. Mit ihren Forschungsarbeiten sollen in den nächsten Jahren fünfzehn Doktoranden aus den Bereichen Polymer- und Ingenieurwissenschaften, Toxikologie und Ökologie, Umwelt-, Sozial- und Rechtswissenschaften sowie Psychologie zentrale Fragestellungen zu Herkunft, Verbreitung und Auswirkungen von Mikroplastik in Süßwassersystemen untersuchen. Mit beispielhaften Fallstudien sollen Süßwasser-Ökosysteme in Dänemark, den Niederlanden und Frankreich (rund um Aarhus, Amsterdam und Paris) erforscht werden. Im Rahmen des Projekts ist auch die Entwicklung und Anwendung von innovativen Technologien, alternativen Materialien und bewusstseinsbildenden Maßnahmen zur Reduzierung von Mikroplastik vorgesehen.

Quellen:

  • Kunststoff Magazin (7.1.2020)
  • Foto: © Fraunhofer Umsicht/Leandra Hamann