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Einheitliche Definition für Rezyklate

Der Grüne Punkt, Werner & Mertz sowie der NABU fordern eine einheitliche Definition für Kunststoffrezyklate.

Das Thema Circular Economy sei im kommenden Jahrzehnt die zentrale Aufgabe der Umweltpolitik. Kunststoffe würden jedoch im Gegensatz zu Glas und Papier in deutlich geringerem Umfang recycelt und in neuen Produkten wieder eingesetzt. Um künftig die von der EU bis 2025 geforderte Recyclingquote für Kunststoffverpackungen von 50 Prozent zu erreichen, müsste die aktuelle europaweite Recyclingmenge von 4,6 Millionen Tonnen verdoppel werden, zumal künftig die Aufbereitungsverluste nicht mehr in die Berechnung der Quote einfließen dürften. Die Recyclingquote sei derzeit vor allem deshalb so gering, weil der Einsatz von Neuware günstiger sei. Vor diesem Hintergrund sei eine finanzielle Förderung von Verpackungen, die ganz oder teilweise aus Rezyklaten bestünden, unumgänglich. Dies sei auch der Ansatz im deutschen Verpackungsgesetz wie auch der „Plastiksteuer“, die in der EU ab 2021 gelten solle. Allerdings wäre für solche Ansätze ebenso wie für Überlegungen, Mindestquoten für Rezyklatanteile in Verpackungen festzulegen, eine klare Definition für Kunststoffrezyklate Voraussetzung. Diese sollte nach Vorstellungen des Grünen Punkts, des NABU und des Reinigungsmittelunternehmens Werner & Mertz nur „Post-Consumer-Rezyklate“ als förderungswürdig gesetzlich bindend definieren. Produktionsabfälle bräuchten keine Förderung und sollten auch nicht in die Berechnung künftiger Mindestquoten für Rezyklatanteile in Verpackungen herangezogen werden.

Quellen:

  • recyclingmagazin.de, Der Grüne Punkt (2.9.2020)
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