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DSD-Kauf: Beschwerde gegen Kartellamt

Wie erwartet hat Remondis gegen den Untersagungsbeschluss des Kartellamtes Beschwerde eingelegt.

Das Bundeskartellamt hatte am 11. Juli dem Entsorger Remondis bekanntermaßen untersagt, die DSD-Holding zu übernehmen. Wie Euwid meldet, hat Remondis am 24. Juli beim Oberlandesgericht in Düsseldorf erwartungsgemäß Beschwerde gegen den Untersagungsbeschluss eingelegt. Aus Sicht des Kartellamtes hätte die Übernahme zu einer erheblichen Behinderung des Wettbewerbs bei den dualen Systemen geführt. Auch das Angebot von DSD und Remondis, zwei Anlagen zur Altglasaufbereitung zu veräußern, sowie weitere Zugeständnisse hätten das Amt nicht überzeugt. Wie Euwid weiter berichtet, basiere die Untersagung auf der Schadenstheorie „Raising-Rivals'-Costs“, nach der Remondis und DSD durch Verteuerung der gesamten Wertschöpfungskette erhebliche Marktanteile zugewinnen und Konkurrenten verdrängen könnten. Euwid zitiert dazu den juristischen Spezialinformationsdienst Juve, nach dem diese vertikale Schadenstheorie als „exotisch“ gelte und in Deutschland bislang noch nie für eine Untersagung herangezogen worden sei.

Quellen:

  • Euwid Recycling und Entsorgung 31/2019 (30.7.2019)
  • Foto: © Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH