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Drei Franken mit einer Vision

Die Unternehmer aus Würzburg wollen Plastikabfälle aus dem Meer fischen und direkt vor Ort recyceln.

Drei erfolgreiche Unternehmer, ein Rennsport-Manager, ein Möbelhausbesitzer und ein Steuerberater, wollen ein Pilotprojekt auf die Beine stellen, das ein Beispiel geben soll, wie die Weltmeere nachhaltig von Plastikmüll zu befreien seien. Peter Bales und Herbert Hornung sowie Balthasar Höhn gründeten dazu das gemeinnützige Beratungsunternehmen „Institut für Ozean Plastik Recycling“ (IFOPR). Ihre Vision: Den Kunststoffabfall aus dem Meer holen und direkt vor Ort recyceln. Daran angehängt soll im nächsten Schritt ein Industriegebiet entstehen, „Silicon Harbour“, wo sich Unternehmen zur Verarbeitung des Kunststoff-Granulats ansiedeln sollen. Dieses Konzept, das ein Vorbild für weitere solcher Projekte sein könnte, als Piloten innerhalb der nächsten zehn Jahre umzusetzen, ist das selbstgesteckte Ziel von IFOPR. Expertise holen sie sich aus ihrer Region von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, dem Süddeutsche Kunststoffzentrum und vom Fraunhofer-Institut. 

Als ersten Schritt wollen sich die Unternehmer im Frühjahr 2021 selbst Material aus dem „Great Pacific Garbage Patch“ holen, in Containern nach Würzburg bringen, wo Mitbürger*innen beim Sortieren und Waschen helfen sollen – so der Wunsch des Trios, die derzeit das Geld für die ersten Aktionen einsammeln. 1,8 Millionen Euro würden sie für den ersten Schritt benötigen, doch machen sie sich auch über die Zukunft keine Illusionen. „Dieses Modell wird immer ein Zuschussprojekt der Menschheitsfamilie sein“, so Bales.

Foto: Die Unternehmer Herbert Hornung (li.) und Peter Bales

Quellen:

  • mainpost.de (14.12.2020)
  • Foto: © Fabian Gebert