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Chile verbietet Plastiktüten

Die Chilenen verbrauchen derzeit 3,4 Milliarden Kunststoffbeutel im Jahr. Damit soll jetzt Schluss sein.

Binnen zwei Jahren sollen die Chilenen so viele Plastiktüten verbrauchen wie es Menschen auf der Erde gibt. Staatspräsident Sebastián Piñera will das laut einer Meldung in Spiegel online mit einer drastischen Maßnahme ändern: „Wir wollen weg von einer Wegwerfkultur, in der alles benutzt und weggeworfen wird, hin zu einer gesunden Kultur der Wiederverwertung“ habe er dem Radiosender BBC gesagt. Chile habe nun als erstes Land Lateinamerikas die Ausgabe von Plastiktüten verboten. Nachdem das Gesetz am 3. August in Kraft getreten war, haben die Supermarktketten des Landes nun sechs Monate Zeit, das Verbot umzusetzen. Kleinere Geschäfte bekämen dagegen zwei Jahre Zeit. Danach soll es bei Verstößen Bußgelder in Höhe von umgerechnet bis zu 350 Dollar geben. 

Laut Spiegel, der sich auf Angaben der Industrie und des Umweltministeriums stützt, verbrauchen die Chilenen jedes Jahr etwa 3,4 Milliarden Kunststoffbeutel, von denen ein großer Teil im Meer landen soll.

Quellen:

  • spiegel.de (4.8.2018)
  • Foto: fotolia / 3d-Master