Zum Inhalt springen
  • +49 (0) 69 2556 1921
  • info(at)bkv-gmbh.de

Studie zur Substitution von Plastikverpackungen

Ein Bericht des britischen Thinktanks „Green Alliance“ weist auf Gefahren einer voreiligen Substitution von Kunststoffverpackungen hin.

Anfang des Jahres veröffentlichte „Green Alliance“, ein Thinktank aus London, einen Bericht zu seiner Studie „Plastic promises: what the grocery sector is really doing about packaging“, für die fünf große britische Supermärkte und Unternehmen der Konsum- und Getränkeindustrie befragt wurden. Demnach seien dort zum Teil Entscheidungen zur Substitution von Kunststoffen durch andere Materialien vorschnell gefallen, ohne zu prüfen, welche Umweltauswirkung ein alternatives Verpackungsmaterial haben könnte und ob dafür etwa entsprechende Sammel- und Recyclingstrukturen gegeben seien. „Besorgniserregend“ sei laut der Autoren, dass einige Supermärkte von Kunststoff- auf Papiertüren für Backwaren und lose Waren umgestiegen seien. Papiertüten hätten allerdings höhere Kohlenstoffemissionen als Plastiktüten und seien schwieriger wiederzuverwenden. So könne der Umstieg auf Verpackungsalternativen schädlicher hinsichtlich der Umweltauswirkungen sein als die Verwendung bestehender Kunststofflösungen, heißt es in dem Bericht.

Mehr Information: zum Report „Plastic promises – What the grocery sector is really doing about packaging“

Quellen:

  • deutschlandfunk.de (9.1.2020)
  • euwid-verpackung.de (16.1.2020)
  • green-alliance.org
  • Foto: © fotolia.com