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Briten wollen aus REACH raus

Die britische Regierung will offenbar die Zusammenarbeit mit der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) aufkündigen.

Gegen den Willen der britischen Chemie- und Kunststoffindustrie wolle die Regierung die Zusammenarbeit mit der ECHA beenden und nicht mehr an die EU-Chemikalienverordnung REACH gebunden sein. Dies geht laut Kunststoff Information aus einem Brief des Ministeriums für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (Defra) an den Umweltprüfungsausschuss Environment Audit Committee (EAC) hervor. Laut Defra wären für eine britische REACH-Version zwar einige Anpassungen erforderlich, doch würden die Vorteile der Kontrolle der eigenen Gesetze die Kosten überwiegen. Gegenüber Zweiflern erklärte Defra, dass REACH bereits in britisches Recht umgesetzt sei und Vorbereitungen einer effektiven Kontrolle getroffen wurden. Dabei sei der grundlegende Ansatz des REACH-Systems der EU beibehalten worden. Die britischen Verbände der Chemie- und Kunststoffindustrie, entschiedene Gegner eines No-Deal-Brexits, hätten bereits während der laufenden Brexit-Verhandlungen gefordert, bei REACH zu bleiben.

Quellen:

  • KI (24.6.2020)
  • Foto: @ Panthermedia/donfiore1