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Bottrop testet „Sack-im-Behälter“-Sammelsystem

Die Bürger sollen während des Pilotversuchs ihre Abfälle, die zuvor getrennt in Beuteln gesammelt wurden, in nur einer Tonne entsorgen.

Mehrere Stadtbezirke mit insgesamt 600 Haushalten nehmen den Angaben nach an dem Feldversuch teil, den die Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule durchführt. Die Abfälle sollen von den Bürgern in verschiedenfarbigen Tüten gesammelt und dann in Containern oder der Mülltonne entsorgt werden. Die zur Sammlung eingesetzten Tüten erfassen insgesamt sechs Stoffströme und unterscheiden sich den Angaben zufolge farblich je nach Müllsorte: weiß (Altkleider), rot (Elektroschrott), gelb (Verpackungen), braun (Papier/Pappe), grau (Restmüll) oder grün beschrifteter Biobeutel (Speisereste). Um Fehlsortierungen zu vermeiden, sollen Prüfsäulen an Mehrfamilienwohnanlagen die Bürger bei der Entsorgung unterstützen. Ein Sensor, an den der Beutel gehalten wird, sorge dafür, dass sich automatisch die richtige Tonnenklappe öffne. „Wir versprechen uns davon, dass der Müll sortenreiner als bisher an den Entsorger zurückfließt und wir damit die Wiederverwendungsquote von wertvollen Stoffen im Müll steigern können“, so Recyclingprofessor Ralf Holzhauer von der Westfälischen Hochschule, der das Projekt wissenschaftlich begleitet.
Auch die Abholung werde für die Dauer des Piloten neu organisiert: Bei den beteiligten Wohnanlagen, an denen Sensoren die Tüten kontrollieren, gebe der Sensor Bescheid, wenn der Müllcontainer voll ist und abgeholt werden kann. Haushalte, in denen die neuen Mülltüten in einer herkömmlichen Mülltonne gesammelt werden, könnten die Müllabfuhr bei voller Tonne per „Trash Button“, über eine App, über „WhatsApp“ oder per Mail informieren. Die volle Tonne werde dann am Folgetag geleert.

Foto: Projektmitarbeiter Tobias Althoff (ganz links) gemeinsam mit Studenten und Kollegen vom Zentrum für Recyclingtechnik, v.l.n.r.: Etienne Babnik, Michael Christiani, Björn Born, Martin Spiecker, Lutz Baberg, Matthias Mölter.

Quellen:

  • recyclingmagazin.de (9.4.2018)
  • Foto: Westfälische Hochschule