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BDI gegen Rekommunalisierung der Wertstoffentsorgung

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) will im Februar Eckpunkte für das geplante Wertstoffgesetz vorlegen. Darin wird er sich laut Euwid gegen eine Rekommunalisierung der Wertstofferfassung und für eine von der Wirtschaft getragene Lösung aussprechen.

Euwid bezieht sich auf einen BDI-Newsletter, in dem sich der Spitzenverband der Wirtschaft für das Vorhaben der Bundesregierung ausspricht. Eine Rekommunalisierung des Entsorgungsgeschäfts, mit der private Unternehmen aus dem Wettbewerb gedrängt würden, werde aber grundsätzlich abgelehnt. Wie die Erfahrungen mit der Verpackungsverordnung zeigten, habe sich die privatwirtschaftlich organisierte Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen seit über 20 Jahren bewährt. Diese Praxis müsse erhalten und ausgebaut, marktwirtschaftliche Prinzipien wie Wettbewerb und Produktverantwortung auf allen Wertschöpfungsketten gefestigt werden.

Der VDMA Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik äußert dagegen laut Euwid grundsätzliche Kritik am geplanten Wertstoffgesetz: Da das Sekundärrohstoffpotenzial aus zusätzlich zu erfassenden, stoffgleichen Nichtverpackungen eher gering einzuschätzen sei, sei es intelligenter, sich auf den Bereich des Gewerbe- und Industrieabfalls zu konzentrieren und diesen besser zur regeln.

Quelle:

  • Euwid Recycling und Entsorgung 1/2015 (7.1.2015)