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Baukunststoffe im Kreislauf

KUBA – das Pilotvorhaben zur effizienten Verwertung von in Gebäuden verbauten Kunststoffen ist abgeschlossen.

Das Ziel des Verbundvorhabens KUBA – „Nachhaltige Kunststoffwertschöpfungskette: Pilotfall Kunststoffe in Bauwirtschaft und Gebäuden“ – war die Entwicklung eines Konzeptes für die nachhaltige Nutzung von Kunststoffen aus dem Baubereich und für die Kreislaufführung eines erheblichen Teils des Kohlenstoffs der Baukunststoffe. Das Pilotprojekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vom 1.12.2018 bis 31.10.2020 gefördert.

Die Projektverbundpartner (s.u.) untersuchten abschnittsweise die gesamte Wertschöpfungskette und kamen auf eine geschätzte Gesamtmenge der aktuell in Gebäuden und der Infrastruktur Deutschlands verbauten Kunststoffe von rund 70 Millionen Tonnen. Dabei handele es sich im Wesentlichen um PVC- und PE-Kunststoffe. Die jährliche Abfallmenge werde auf rund 0,5 Millionen Tonnen geschätzt, von denen etwa 30 Prozent separat erfasst würden. Eine Reihe von Systemen, die vom nachgelagerten Verwertungsprozess geprägt seien, sorgten für die separate Erfassung, wobei die Integration in übergeordnete Systeme und die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien verbesserungswürdig seien. Für die wachsende Abfallmenge an Dämmstoffen, die wegen der Materialkombination und Inhaltsstoffe wie Flammschutzmittel bislang energetisch verwertet werden, konnte im Rahmen von KUBA ein Recyclingweg, eine Kombination aus chemischem Recycling (Pyrolyse) und mechanischem Recycling, aufgezeigt werden.

Weiteren Forschungsbedarf sehe das Konsortium unter anderem in der Optimierung der Schnittstelle von mechanischer Aufbereitung und chemischem Recycling sowie in der Maßstabsvergrößerung insbesondere für Pyrolyseverfahren – auch für weitere Kunststoffabfallarten aus dem Rückbau wie zum Beispiel polyurethanbasierte Dämmstoffe.

Das Pilotvorhaben KUBA wurde von der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. koordiniert. Verbundpartner waren die FH Münster, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die RWTH Aachen und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH. Darüber hinaus waren elf Vertreter der Industrie und relevanter Verbände als assoziierte Partner am Pilotvorhaben beteiligt: Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V., BASF SE, BKV GmbH, Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Covestro Deutschland AG, Deutsche Bauchemie e.V., INEOS Styrolution Group GmbH, PlasticsEurope Deutschland e.V., Sto SE & Co. KGaA, PreZero Kunststoffrecycling GmbH & Co. KG und Verband der Chemischen Industrie e.V..

Quellen:

  • DECHEMA (14.1.2020)
  • Foto: @ Pixabay / Hans Braxmeier