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Auch Österreich verbietet Kunststofftragetaschen

Ab 2020 sollen nur noch Mehrweg- und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellte Kunststofftragetaschen erlaubt sein.

Nach Angaben in Euwid sollen in Österreich derzeit jährlich noch 5.000 bis 7.000 Tonnen an Kunststofftragetaschen anfallen. Laut  Entwurf, den die österreichische Regierung unlängst bei der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt habe,  wolle sie diese Menge ab nächstem Jahr weitgehend reduzieren. Demnach sollen dann nur noch leichte Plastiksackerl vom Verbot ausgenommen werden, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und entsprechend dem Stand der Technik für eine Eigenkompostierung geeignet seien sowie stabile Mehrwegtaschen. Auch könnten Tragetaschen, die noch vor Ende dieses Jahres erworben wurden, noch bis Ende 2020 ausgegeben werden. Laut Euwid wolle die österreichische Regierung nach eigenen Angaben damit EU-Vorgaben vor dem Hintergrund eines Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission zweifelsfrei erfüllen. Die Regierung verspreche sich mit der Maßnahme bis zum Jahr 2024 zumindest eine Halbierung der Menge an sehr leichten Kunststofftragetaschen gegenüber dem Stand von 2015, als noch 466 Millionen solcher Beutel in Verkehr gebracht worden seien. Im Jahr 2017 seien es noch 388 Millionen Stück gewesen.

Quellen:

  • Euwid Recycling und Entsorgung 19/2019 (7.5.2019)
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