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AGVU fordert unabhängige Untersuchung

Der Wirtschaftsverband lehnt weiterhin die geplante Kostenübernahme für die Beseitigung von Einwegartikeln im öffentlichen Raum ab.

Die Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) hatte bereits bei den Plänen der EU-Kommission die Ausweitung der Herstellerverantwortung auf die Reinigung und Entsorgung von Einwegartikeln aus dem öffentlichen Raum kritisiert und wiederholte die Ablehnung nun gegenüber dem deutschen Gesetzgeber. Bürger dürften nicht aus der Verantwortung entlassen werden, die fast überall verfügbaren Abfallbehälter für die Entsorgung ihrer Abfälle zu nutzen. Die Kommunen seien aufgefordert, mehr Aufklärung in Richtung Verbraucher zu betreiben, um zu verhindern, dass Abfälle in der Landschaft landeten. Schließlich bekämen sie von den dualen Systemen jährlich 21 Millionen Euro an Nebenentgelten, die nicht zweckentfremdet werden sollten. Nicht mit einer Hersteller-Abgabe sei dem Littering beizukommen, sondern nur mit der Inpflichtnahme der Bürger.

Zudem fordert der AGVU-Vorsitzende, Carl Dominic Klepper, eine unabhängige Erhebung, wie viel Einwegprodukte und -verpackungen bei der öffentlichen Stadtreinigung ausmachten. Zur der von Seiten des VKU, dem Verband kommunaler Unternehmen, angekündigten eigenen Untersuchung zur Höhe der etwaigen Kosten, die die Hersteller zu tragen hätten, fordert der AGVU, dass sie „transparent, sauber und unabhängig“ sein müsse und nicht etwa vom finanziellen Nutznießer der neuen Regelung durchgeführt werden dürfe.

Quellen:

  • Euwid Recycling und Entsorgung 36/2019 (3.9.2019)
  • Monika Oumar / pixelio.de