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Afrikas erste MVA nimmt Betrieb auf

In Adis Abeba ging das erste Müllheizkraftwerk Afrikas ans Netz. Die MVA erzeugt Energie für die Stadt, auch aus Kunststoffabfällen.

Die erste Verbrennungsanlage Afrikas in Addis Abeba nutzt Müll, inklusive energiereicher Kunststoffabfälle, um Strom zu erzeugen. Die Reppie-Müllverbrennungsanlage ist laut den Betreibern das erste funktionierende Entsorgungs- und Verwertungssystem in einer afrikanischen Großstadt. Die MVA erzeugt den Angaben nach eine Energiemenge, die rund 30 Prozent des Energiebedarfs von Addis Abeba abdeckt. Managing Director, Samuel Alemayehu von Cambridge Industries erklärt dazu: „Die Anlage in Addis Abeba hat eine thermische Leistung von 110 MWth und eine installierte elektrische Leistung von 25 MWe. Sie beseitigt über 80 Prozent der an sie gelieferten Siedlungsabfälle und maximiert gleichzeitig die Energierückgewinnung, um die dringend benötigte Energie für die Stadt bereitzustellen.“ Abfälle landeten somit nicht mehr auf Deponien oder in der Umwelt. Auch Verwehungen von Abfällen in nahegelegene Gewässer und damit ihr Eintrag in den Ozean seien durch das neue Müllmanagement auf ein Minimum reduziert. Der im Abfall enthaltene Kunststoff sei für die Reppie-Müllverbrennungsanlage aufgrund seines hohen Brennwerts von großem Nutzen. Er liefere die notwendige Energie zur Verbrennung des relativ feuchten afrikanischen Hausmülls und ersetzte dabei die Zufuhr weiterer nicht regenerierbarer Ressourcen.

Die Projektplaner hoffen, dass ihr Beispiel Schule macht und so weitere Anlagen in den Großstädten Afrikas entstehen werden. Entwickelt, konstruiert und gebaut wurde die MVA in Adis Abeba von einem Konsortium aus Cambridge Industries und seinem Partner China National Electric Engineering im Auftrag der Ethiopian Electric Power Company.

Quellen:

  • umwelt-panorama.de (22.11.2018)
  • Foto: Alexander Stewart