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3M startet neues Recyclingverfahren für Fluorkunststoffe

Die 3M-Tochter Dyneon hat vor kurzem im bayerischen Burgkirchen eine den Angaben zufolge weltweit einzigartige Recyclinganlage für Fluorkunststoffe eröffnet.

Fluorkunststoffe finden auch Anwendung in der Dachkonstruktion beim Bau von Stadien

Die Anlage macht, wie das Handelsblatt berichtet, aus Abfall wieder hochwertige Kunststoffe. Das neue Verfahren war in Zusammenarbeit mit der Uni Bayreuth entwickelt worden und wird zum Recycling von Fluorkunststoffen genutzt. Deren Wiederverwertung lohne sich vor allem, weil der Grundstoff Flussspat, den die EU zu den strategisch wichtigen Rohstoffen zählt, sehr teuer sei. Zudem verursache die Entsorgung von Fluorpolymer-Materialien bereits jetzt hohe Kosten und werde noch teurer, wenn ihre Deponierung in einigen Jahren nicht mehr gestattet sei. Dyneon wolle nicht nur eigene Fluorkunststoff-Abfälle verwerten, sondern auch solche von anderen Unternehmen. Fluorpolymer-Materialien kommen dort zum Einsatz, wo große Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Chemikalien gebraucht wird, so zum Beispiel in der Auskleidung von Pumpen und Rohren oder im Autobau in Benzinschläuchen. Wenn sich das Verwertungsverfahren in der Praxis bewährt, will Dyneon Lizenzen weltweit verkaufen.


Quellen:

  • Handelsblatt (26.03.2015)
  • Bild: © 3M, Markus Breth