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10-Punkte-Paket für mehr Kunststoffrecycling

Die österreichische Kunststoffindustrie will mit dem Maßnahmenmix zum Vorreiter werden.

Es brauche wirkungsvollere Maßnahmen zur Vermeidung der Meeresverschmutzung mit Kunststoffabfällen als das Verbot von Wattestäbchen und Plastiksackerln, sagt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO). Dazu habe die Kunststoffindustrie nun ein 10-Punkte-Maßnahmenpaket vorgelegt, dass vor allem die Förderung von „Recycling-Kreisläufen“ im Fokus habe. Österreich müsse seine derzeitige Kunststoffrecyclingrate bis 2025 um fast 50 Prozent erhöhen, um die dann geltende EU-Quote zu erreichen. Auch für die Erfüllung der ab 2029 geltenden Sammelquote für Kunststoffflaschen von 90 Prozent müssten branchenübergreifend noch Lösungen gefunden werden.

Recycling beginne mit dem Design, insofern arbeite die Branche bereits an der Verbesserung der Rezyklierbarkeit ihrer Produkte, indem der Einsatz von Monomaterialien verstärkt und zunehmend hellere, transparente Farben eingesetzt werden. Weitere Maßnahmen des Paketes seien unter anderem der Ausbau der bestehenden Sammel- und Sortiersysteme oder auch der Einsatz von mehr Mehrweg- statt Einwegprodukten, wo es die Hygieneanforderungen erlauben. Auf internationaler Ebenen wolle man sich auch für ein europaweites Deponieverbot einsetzen.

Quellen:

  • FCIO/OTS (5.3.2019)
  • Foto: FCIO