Wirtschaftsverbände für eine faire Lastenverteilung beim EEG
Der GKV legte gemeinsam mit mehreren Wirtschaftsverbänden ein Eckpunktepapier vor, um eine Finanzierung der Energiewende über den Bundeshaushalt zu erreichen.

Die gute Nachricht vorweg: In Deutschland werden mittlerweile nahezu alle Kunststoffabfälle verwertet. Sie werden entweder recycelt, das heißt als Rohstoffe für neue Produkte wiederverwertet, oder energetisch genutzt, zum Beispiel in Kraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen, die Strom und Wärme auskoppeln.
Bereits seit Jahren gibt die BKV gemeinsam mit Partnern eine Studie in Auftrag, die im Zweijahresrhythmus alle Daten für ein gesamtes Stoffstrombild des Werkstoffs Kunststoff erhebt. Diese im Markt als „Consultic-Studie“ bekannte und umfassende Datensammlung zur Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland findet in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft weithin Anerkennung und wird als Arbeitsgrundlage vielfach genutzt. (Eine ähnliche Studie mit Zahlen für Europa gibt PlasticsEurope unter dem Titel „Plastics - the Facts“ heraus.)
Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung wesentlicher Ergebnisse der Consultic-Studie zum Jahr 2011 (die nächste Studie erscheint im Herbst 2014 mit Zahlen zum Jahr 2013).
Die Kunststoffbranche nahm in Deutschland im Zeitraum 2009-2011 eine insgesamt positive Entwicklung. Im Jahr 2011 betrug die Produktion von Polymeren zur Herstellung von Kunststoffwerkstoffen 10,62 Millionen Tonnen - 7,6 Prozent mehr als im Jahr 2009. Die Kunststoffverarbeitungsmenge betrug 11,86 Millionen Tonnen (10,5 Prozent mehr als 2009).
Das Kunststoffrecycling etabliert sich weiter und zeigt einen Aufwärtstrend: rund 2,3 Millionen Tonnen wurden 2011 zu neuen Rohstoffen und Produkten verarbeitet, ca. 280.000 Tonnen mehr als 2009. In eine energetische Verwertung gelangten rund 3 Millionen Tonnen, wobei vor allem der Einsatz von Kunststoffabfällen als Ersatzbrennstoffe mit rund 1,2 Millionen Tonnen zugenommen hatte.