Deutsche Kunststoffproduktion rückläufig
Gemäß den Wirtschaftsdaten von PlasticsEurope Deutschland gab die Produktion von Kunststoffen in Deutschland im Jahr 2012 um 3,4 Prozent nach.

Drei Verwertungswege für Kunststoffabfälle
Kunststoffabfälle können grundsätzlich auf drei verschiedene Arten verwertet werden:
1. werkstofflich,
2. rohstofflich oder
3. energetisch
Beim werkstofflichen Recycling werden gebrauchte Kunststoffe zerkleinert, gereinigt, nach Arten getrennt und schließlich zu neuen Kunststoffprodukten umgeschmolzen. Ihre chemische Struktur bleibt bei dieser mechanischen Aufbereitung erhalten. In aller Regel entstehen dabei Regranulate. Je sauberer und sortenreiner die Altkunststoffe anfallen, umso mehr eignen sie sich für werkstoffliche Verfahren.
Bei der rohstofflichen Verwertung wird die chemische Struktur der Kunststoffe zum Beispiel durch hohe Temperaturen aufgebrochen. Dabei entstehen sogenannte Monomere, bzw. Grundstoffe wie Öl und Gas. Gängige rohstoffliche Verfahren sind die Synthesegasgewinnung und das Reduktionsverfahren. Für rohstoffliche Verfahren werden vermischte und stark verschmutzte Kunststoffabfälle eingesetzt.
Bei der energetischen Verwertung wird die in den Kunststoffen enthaltene Energie durch Verbrennung wiedergewonnen und zur Erzeugung von Strom, Dampf und Prozesswärme eingesetzt. Insbesondere vermischte wie auch schadstoffhaltige Kunststoffe werden energetisch verwertet.
Alle genannten Verwertungsoptionen sparen gegenüber der Deponierung Ressourcen ein. Von daher haben Kunststoffabfälle aus Gründen der Ressourcenschonung auf Deponien nichts verloren. Eine ausgewogene Mischung der Verwertungsverfahren ist die ökoeffizienteste Lösung. Ökoeffizienz heißt: eine möglichst hohe Umweltentlastung bei minimalem ökonomischen Aufwand. Wie das Optimum aussieht, kann nur im Einzelfall je nach Art und Beschaffenheit der Kunststoffabfälle entschieden werden.