Deutsche Kunststoffproduktion rückläufig
Gemäß den Wirtschaftsdaten von PlasticsEurope Deutschland gab die Produktion von Kunststoffen in Deutschland im Jahr 2012 um 3,4 Prozent nach.

Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Studien zum Thema Kunststoff und Verwertung. Zusätzlich können Sie sich verfügbare Studienergebnisse oder -berichte herunterladen.
Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2011
Im Auftrag von BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung, PlasticsEurope Deutschland, Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen und Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA erstellte Consultic GmbH (Alzenau) die im Zweijahresrhythmus erscheinende Studie. Die Kennzahlen für das Jahr 2011: Die in Deutschland erzeugte Kunststoffmenge betrug 20,7 Millionen Tonnen, rund 3,7 Millionen Tonnen mehr als im Vergleichsjahr 2009. Für die Herstellung von Kunststoffprodukten wurden in Deutschland 11,9 Millionen Tonnen (2009: 10,7 Millionen Tonnen) eingesetzt. Die Kunststoffabfallmenge betrug 5,45 Millionen Tonnen und stieg damit um 10,5 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr an. 99 Prozent der gesamten Kunststoffabfallmenge wurden verwertet - zu 42 Prozent werkstofflich, ein Prozent rohstofflich und 56 Prozent energetisch. Die Beseitigung spielt praktisch keine Rolle mehr.
"PET Ökobilanz 2010"
Ökobilanzielle Untersuchung verschiedener Verpackungssysteme für kohlensäurehaltige Mineralwassser und Erfrischungsgetränke sowie stille Mineralwässer.
Mit Unterstützung der BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung beauftragte die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen das ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH mit dieser Ökobilanz. Damit wollte IK vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über poltische Lenkungsmaßnahmen im Bereich der Getränkeverpackungen die aktuelle ökobilanzielle Position von PET Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen im Kontext des deutschen Getränkemarktes bestimmen lassen. Die Ziele waren, PET-Getränkeverpackungen mit anderen marktrelevanten Getränkeverpackungen ökologisch zu vergleichen und Verbesserungspotenziale für PET-Getränkeverpackungen zu evaluieren. Für eine Vergleichbarkeit gegenüber früheren Ökobilanzen wurden die Methodik und die Wirkungskategorien sowie deren Priorisierung übernommen. Ergänzend wurde der technologische Fortschritt in der gesamten Prozesskette (PET-Erzeugung, PET-Flaschenherstellung, Abfüllung, Distribution und Recycling) berücksichtigt.
Im Ergebnis zeigte sich, dass mittlerweile bei 81,3% des untersuchten Marktes von Mineralwässern und Erfrischungsgetränken bei PET-Einwegverpackungen eine ökologische Gleichwertigkeit zur Benchmark Glas Mehrweg vorliegt. Die anderen in der vorliegenden Studie untersuchten PET-Einwegflaschen zeigen sich gegenüber den jeweiligen Referenzsystemen nicht gleichwertig, sind allerdings mit 19,7% Anteil am betrachteten Gesamtmarkt nur von untergeordneter Bedeutung.
"Klimaschutzpotenziale der Abfallwirtschaft"
Eine Studie des Ifeu und Öko-Instituts im Auftrag von Umweltbundesamt (UBA), Bundesumweltministerium und dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs- Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) kommt u.a. zu den Ergebnissen,
Downloads:
Study on the feasibility of the establishment of a Waste Implementation Agency
Neue Studie empfiehlt EU-Agentur für Abfallrecht
Der kürzlich veröffentlichten Machbarkeitsstudie der EU-Kommission zufolge sollte zum Abbau von Defiziten bei der Anwendung und Durchsetzung des EU-Abfallrechts eine eigene europäische Stelle geschaffen werden. Die Studie ist Teil einer Reihe von Initiativen zur Verbesserung der europäischen Abfallbewirtschaftung. Die empfohlene Ermittlungsstelle könnte laut der Autoren direkt bei der Kommission angesiedelt sein und selbst Kontrollen in den Mitgliedsstaaten durchführen. Bisher könne sich die Kommission bei der Prüfung von Beschwerden nur auf die Angaben nationaler Behörden u.ä. stützen. Für die Umsetzung des Abfallrechts schlägt die Studie außerdem die Schaffung einer EU-Agentur vor, die u.a. auch Durchsetzungssysteme in den Mitgliedstaaten überprüfen sowie Kontroll- und Inspektionsaktivitäten koordinieren könnte. Auch die Fortbildung von Behördenmitarbeitern in den Mitgliedstaaten könnte ein Aufgabenfeld der Agentur sein.
Die jährlichen Kosten für die Umsetzung ihrer Empfehlungen veranschlagen die Autoren bei etwa 16 Millionen Euro plus Anlaufkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro in den ersten beiden Jahren. Wirtschaftliche Vorteile der Einrichtungen versprechen sie sich aus der Vermeidung von Sanierungskosten für illegale Entsorgungsaktivitäten oder technisch unzureichende Deponien. Darüber hinaus könnten Treibhausgasemissionen in Höhe von 200 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten eingespart werden.
Handreichung für Kunststoffrecycler zur Umsetzung von REACh
(im Rahmendes Ufoplanvorhabens "REACh und Recycling)
Kunststoffrecycler sind grundsätzlich genauso wie Hersteller, Importeure und Anwender von Chemikalien nach der europäischen Chemikalienverordnung verpflichtet, die Sicherheit der von ihnen in Verkehr gebrachten Stoffe zu bewerten und die Informationsweitergabe in der Lieferkette zu gewährleisten. Doch sind die Pflichten nicht für alle Fälle gleich. Angesichts erheblicher Unklarheiten und Verunsicherungen, wie sich REACh auf das Kunststoffrecycling auswirkt, hatte das Umweltbundesamt gemeinsam mit Verbänden der Kunststoffindustrie und Unternehmen ein Forschungsvorhaben initiiert, das von dem Hamburger Institut Ökopol GmbH durchgeführt wurde. Der im Dezember 2009 vorgelegte Abschlussbericht stellt gleichzeitig eine Handreichung für Kunststoffrecycler dar, die Anforderungen aus der europäischen Chemikalienverordnung sachgerecht umzusetzen. Laut UBA ist sie in enger Abstimmung mit den zuständigen Bundesbehörden, Betreibern von Recyclinganlagen und Unternehmen, die Rezyklate einsetzen, entstanden. Darin werden Recyclern Wege aufgezeigt, wie sie an Stoffinformationen gelangen, und anhand konkreter Beispiele die Dokumentation der gewonnenen Stoffinformationen und deren Weitergabe an Kunden demonstriert.
Aufbereitung und Verwertung kunststoffreicher Abfallströme
"Aufbereitung und Verwertung kunststoffreicher Abfallströme - Dokumentation und Bewertung der Ist-Situation" ist das Thema der Studie des Witzenhausen-Instituts für Abfall, Umwelt und Energie GmbH, Witzenhausen. Die Studie ist bei tecpol zum Preis von 330,- Euro zzgl. MWSt. zu erhalten.
"EBS-Nutzung in EBS-Kraftwerken"
Die Studie "Situation der EBS-Nutzung in EBS-Kraftwerken in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Kunststoffanteile und Reflexion auf andere Länder" wurde von umwelttechnik & ingenieure GmbH, Hannover, erstellt. Auch hier war der Auftraggeber die tecpol GmbH. Die Studie ist bei tecpol zum Preis von 330,- Euro zzgl. MWSt. zu erhalten.